Exploring

31 07 2010

Hier die Bilder von gestern – Danielle und ich im Truck den Berg hoch – Darcy und Warren auf den Bikes – war ganz schoen holprig. Doch unsere „Exploring“ Tour hat sich gelohnt: glasklarer Fluss mitten im Wald, kein Mensch ausser uns, 3 kleine Wasserfaelle, jede Menge Pools um reinzusitzen und ein sehr entspannter Nachmittag!



Heu holen die 2te

30 07 2010

Ich habe mir vorgenommen oefters und kuerzere Blogs zu schreiben! Mal sehen ob ich taeglich hinbekomme mit mindestens einem Bild. Heute morgen hiess es noch einmal Heu holen und ich war um einiges entspannter als gestern ;o)

Ich bin jetzt seit beinahe 2 Monaten auf Vancouver Island und das Wetter ist der Hammer! Meine erste Woche hats geregnet, doch seither scheint die Sonne. Strahlend blauer, wolkenloser Himmel jeden Tag, immer um die angenehme 25 Grad und nachts kuehlt es richtig schoen ab. Perfekt! Es ist jetzt gleich zwei Uhr mittag und ich mach heute frueher Feierabend! Danielle holt mich gegen halb vier ab und dann geht es mit dem Allrad den Berg hoch, „exploring“ nennen wir das und wir finden immer ein schoenes Plaetzchen an einem Fluss, wo man schoen die „tubes“ (Truck Schlaeuche) reinschmeissen und den Fluss runter segeln kann … Ich liebe Kanada ;o)

narrow gates to get ...

narrow gates to get ...

... another load of hay ;o)

... another load of hay ;o)

This time I have the bigger load - so you better get out of my way ;o)

This time I have the bigger load - so you better get out of my way ;o)



Ich bin dann mal Heu holen …

29 07 2010

Eigentlich wollte ich heute in der Lodge arbeiten. Doch Jim haelt mir seine Pick Up Truck-Schluessel vors Gesicht. „Ich brauche einen Fahrer“, sagt er. „Hier bin ich“, sage ich voller Begeisterung, „wohin soll ich fahren?“ Jim grinst:“ Wir muessen Heu holen“. Oh Shit – wenn Kanadier Heu holen, dann in anderen Ausmassen. Gegen Mittag ging es los – Jim zeigt mir die erste Tour und bei der zweiten bin ich auf mich allein gestellt. Und ich kann euch sagen: Der Highway war noch nie so schmal und kurvig wie heute! Doch ich war tapfer und habe es durchgezogen! 1 Stunde leer Anfahrt mit 100 ueber den Highway, zwischendrin tanken, mit Allrad ueber Felder, durch Tore die kaum breiter waren wie der Truck selbst, Ladung festzurren, mit voller Ladung (4,5 Tonnen Ladung!) Berg hoch und Berg runter, mit 80 ueber den Highway, Augen zu und durch, an der Kueste entlang, ueber one-way Bruecken wo auf jeder Seite gerade mal 5 Zentimeter Platz zwischen Gelaender und Ladung waren … Und ich habs geschafft! Ganz allein! Auch wenn ich mit fast in die Hosen gemacht habe und meine Finger am Ende regelrecht ans Lenkrad gekrampft waren ;o) Hier die Bilder von meiner Ladung Heu – (morgen frueh gehe ich die naechste holen):

my truckload hay - all by myself ...

my truckload hay - all by myself ...

yes - I was nervous!

yes - I was nervous!



Wo soll ich anfangen … ???

28 07 2010

Die Lodge – der Platz aus dem ich ein Cafe machen soll. Garnicht so einfach wenn alles komplett zugestellt und vermuellt ist. Hinzu kommt, dass die Vorbesitzer (Deutsche) echt Pfusch am Bau abgeliefert haben und nicht einmal ein kleines bisschen Stil hatten. Jim und Sue wollten einen Grossteil auf den Dump fahren, sprich: Man braucht jede Menge Geld fuer Sprit und muss dann auch noch pro abgeliefertem kg bezahlen! „Ich kann das verkaufen“, hab ich geschrieen.

Also habe ich angefangen zu sortieren, einen Haufen kaputtes Zeug fuer den Dump, Moebel die ich noch verkaufen koennte, Moebel die fueers Kaffee genutzt werden koennen, … Das Problem: Jim und Sue sind MESSIS! Die kaufen alles was billig ist, in unbegreiflichen Massen,  und wenn ich nicht aufpasse schaffe ich Zeug zur Vordertuer raus, waehrend die von hinten wieder auffuellen! Jedes Mal wenn einer von beiden in der Lodge ist wandert Zeug vom Schrott- oder Zu-verkaufen-Haufen auf den Will-ich-behalten-Haufen … Juhu! Ich habe saemtliches Zeug im Internet inseriert, und da die Lodge direkt am Oceanview Highway ist habe ich einfach mal Zeug an die Strasse rausgestellt. Und? Kanadier lieben Yard-Sales, sprich Garagenflohmaerkte! Wo bekommt man schon einen alten, durchgesessenen, rosa Sessel fuer 10 Dollar? Und sie lieben Smalltalk – super nette Leu! Bis jetzt habe ich schon echt gut verkauft und so langsam aber sicher kriege ich endlich Platz um am Cafe zu arbeiten! Hier die Bilder vom Chaos, bevor ich etwas angefasst habe um auf- und auszuraeumen:



Party Weekend

26 07 2010

Ye Haa – Party bei Danielle und Darcy! Ich freue mich unheimlich uebers WE nach Errington zu fluechten und treffe mit einem deutschen Kartoffel Salat plus Pesto Salat Samstag Mittag 12 Uhr ein. Pot Luck – sprich jeder bringt etwas mit ;o) Ab 12:30 mittags laeuft der Mixer und ich trinke zum ersten Mal seit mindestens 10 jahren wieder Tequila – als Erdbeer Magarita garnicht schlecht. Ich helfe Danielle mit dem Essen, wie trinken Magaritas und ab 15 Uhr treffen schon die ersten Gaeste ein, alle in Campern, mit denen sie auf dem Feld hinterm Haus parken damit keiner mehr fahren muss.

Die Party is absolut entspannt, alle sind super nett und sitzen in und um die Garage verteilt auf Klappstuehlen, die Haelfte der Anwesenden traegt Cowboyhuete. Nicht weil es cool aussieht, sondern weil es echte Cowboys sind … Wow ;o) Alle Kinder duerfen eine kleine Runde auf Charlie dem Pferd drehen und die groesseren Kinder spielen mit dem Mini-Bike (1 Gang Mini Motorrad). Sobald einer meinen Akzent hoert und mitbekommt das ich aus Deutschland komme geht die Fragerei los – aber auf sehr nette Art und Weise. Innerhalb von 3 Stunden habe ich mehrere Adressen auf der ganzen Insel verteilt, falls ich mal eine Couch zum Schlafen oder Sight-Seeing Tour brauche ;o)

Das Essen ist gigantisch, ich werde mit Champignon-Burgern verwoehnt und da Pot Luck Abend ist, hat jeder das mitgebracht was er am besten kann. Krautsalat zum sterben und Dipps zum hinwegschmelzen … Sobald es dunkel ist brennt ein Lagerfeuer und im Nu sind vier Gitarren ausgepackt. Hier spielt irgendwie jeder – und nicht nur so halbwegs, songern so gut, dass ich brav meine Finger von den Gitarren gelassen habe. Gegen 3 Uhr nachts laesst es hinter mir einen Schlag – einer der Jungs hat ein schwazes Auto uebersehen und ist volle Karacho mit dem Mini-Bike gegen gefahren. Ich sehe nur Blut sein Gesicht hinunter stroemen und halte mich brav raus. „Tut garnicht weh“, sagt der betrunkene Nicht-Cowboy Mitte 20 namens Morgan immer wieder. Er ist tapfer, wird in der Garage versorgt und verlangt eine halbe Stunde lang nach einem Spiegel. Als man ihm den dann gibt wird er gruen im Gesicht und faengt an zu zittern. Ach ja – er blutet uebrigens immer noch, oeberhalb und neben dem Auge, und nicht wenig. Die Cowboys laecheln, „tapen“ ihn zusammen und veruschen die Blutung zu stoppen. Vielleicht sollte ich erwaehnen, dass keiner mehr nuechtern war. Nicht einmal annaehernd. „Hald so schlimm“, sagen sie immer wieder. Dann verlangen sie nach Nadel und Faden, um Morgan zu naehen. Ohne Scheiss jetzt –  die wollten den wirklich in der Garage zusammen flicken! „Ich habe mich schon tausend Mal selbst genaeht! Und weit aus groesser Wunden als die!“, erklaert einer. „Ja – ich bin Ersthelfer, wir muessen nur die Haut etwas anziehen und … “ Danielle greift ein. Ein Maedel das noch keine 5 Minuten da ist wird zur Fahrerin auserkoren und der Nicht-Cowboy kommt 4 Stunden spaeter mit 9 Stichen zurueck. Ich schlafe im von mir persoenlich renovierten Haus und bleibe den ganzen Sonntag auf der Farm. Viele Bilder gibt es nicht, da ich keine Lust hatte die ganze Zeit auf meine Kamera Acht su geben – doch hier ein paar:



„Nadine Spezial“

23 07 2010

Mit der total ueberfuellten und vermuellten Lodge, die ein Cafe werden soll, habe ich so meine Startschwierigkeiten. Doch dazu naechste Woche mehr, da Freitag ist will ich mein Wochenende geniessen und nicht einmal ans Cafe denken, geschweige denn darueber schreiben ;o)

Hier ein „Nadine Spezial“ von gestern: Mir ist nach einem Feierabend Bier, also auf zu Darcy und Danielle. Auf dem Weg halte ich beim Beer-Store an, krame in meinem Rucksack, schnappe den Schluessel, druecke den Knof der das Auto rundheerum abschliesst, steige aus und schliesse die Tuer.  Nach dem Einkaufen, 6-Pack Budweiser plus Schokoriegel, stecke ich den Schluessel ins Tuerschloss und Zack! Krache ihn ab! Ye Haa! Beim genaueren Betrachten stelle ich fest, dass ich versucht habe das Auto mit meinem Trailerschluessel aufzuschliesen. Doch wenn das in meiner Hand mein Trailerschluessel ist (oder besser gesagt war), wo ist dann mein Autoschluessel? Noch mal Ye Haa! Denn der Autoschluessel steckt im Zuendschloss und das Auto ist abgeschlossen weil ich den scheiss Knof in der Tuerkonsole gedrueckt habe!!! Der Beer-Store steht mehr oder weniger mitten im Nirgendwo, alles was nuetzlich sein koennte (Geld, Handy, Telefon-Nummern, Zigaretten,…) ist samt Schluessel IM Auto … Ich setzt mich erst einmal auf eine Bank, oeffne ein Bud und esse meinen Schokoriegel.

Mir bleibt nichts anderes uebrig, ich schnappe meinen 5-Pack und fange an zu laufen. Trampen funktioniert nicht wirklich, bei allen vier Autos die an mir vorbei fahren sitzen Frauen am Steuer und die haben in Anbetracht von mir, Daumen der einen Hand hoch und Bier in der anderen Hand, nur ein Kopfschuetteln uebrig. Aber was sind schon 4km Waldstrasse? Immerhin bin ich in Niagara on the Lake die ganze „Line 3“ gelaufen! Bei km 2 bunkere ich 4 Bierdosen im Gebuesch – ich weiss, hat ganz schoen lange gedauert bis ich auf die Idee gekommen bin. Es war eben einfach nicht mein Tag! Bei km 3 habe ich etwas Bammel, da ich an der Stelle vorbei muss an der normalerweise der Schwarzbaer sitzt. Doch ich habe Glueck und die Waldluft ist rein …

Darcy und Danielle haben schon Besuch von Jack, der eigentlich nur auf ein Bier vorbei schauen wollte. Als ich mit einer leeren und einer halbvollen Bierdose den Driveway hochschlendere wundern die sich natuerlich alle wo mein Auto ist. Und natuerlich schmeissen sie sich weg als ich die peinliche Geschichte erzaehle. Darcy baut kurz einen „Slim-Jack“ (flache Metall-Leiste mit rausgeflexter Kerbe). Darcy, Jack und „Slim-Jack“ machen sich auf den Weg um „mein“ Auto zu klauen.Ich bleibe bei Danielle und warte … und warte … und warte … Nach einer halben Stunde bekomme ich schon fast die Kriese, weil ich davon ausgehe, dass die beiden das Auto nicht aufbekommen und ich meinen Boss Jim anrufen muss, damit er der Ersatzschluessel bringt.

Doch nach 40 Minuten tauchen Darcy und Jack endlich wieder auf – mit „meinem“ Auto. Warum das so lange gedauert hat? Das Auto war in nur 30 Sekunden auf, doch dann haben die Jungs den Weg nach dem Bier abgesucht, das ich zwischen gelagert habe. (Bier ist hier sehr teuer – ein 6 Pack Budweiser kostet knappe 15 Dollar) Und da sie es nicht gefunden haben sind sie noch mal zum Beer-Store zurueck gefahren um einzukaufen …

Jetzt musste ich nur noch Jim erklaeren wie ich den Trailer-Schluessel geschrottet habe …



Der Haken

20 07 2010

Mein neuster Jackpot hat einen Haken. Die ehemalige „Sauna Huette“ steht etwas abseits (so weit, dass ich mit dem Fahrrad zum Essen runter fahre) und es ist schon eine ganze Weile her, dass jemand darin gewohnt hat. Gestern, nach stundenlangem Spinnen einsaugen, schrubben, ausraeumen und umraeumen, bin ich eingezogen. Eigentlich war ich ganz zufrieden und fuehlte mich wohl, mit Riesen-Ameisen und Maeusen muss man „halb in der Wildniss“ eben leben …

Doch heute morgen habe ich meinen neuen Mitbewohner kennen gelernt: Eine Schlange. Es gibt einen abgesaegten, riesigen Baumstumpf und der ragt halb in die Huette und auf der Aussenseite halb heraus. Wie auch immer, ich sitze auf dem Bett, Stumpf genau in Blickrichtung und will kurz meinen Blog schreiben und Bilder hochladen. Dann sehe ich sie – eine „Garter Snake“ Schlange – schon halb aus dem Baumstumpf heraus gekrochen, mich anstarrend und zuengelnd, IN meiner Sauna Huette! Ich habe natuerlich geschrieen wie am Spiess und bin innerhalb eines Sekunden Bruchteils auf dem Bett gestanden. Barfuss! Doch die Schlange hat der Laerm nicht interessiert und da ich abseits bin hat mich niemand gehoert! Da sie noch weiter aus dem Stumpf kriechen wollte habe ich geschmissen was eben greifbar war, ein Buch. Daraufhin hat die Schlange keht gemacht und ist wieder in ihr Loch verschunden …

Mein Ziel Nummer eins war natuerlich: Raus aus der Blockhuette! Beim Rausgehen habe ich dann auch die Schlangenspuren entdeckt, die sich schoen ueber den frisch gewischten Lamitnatboden gezogen haben. Schoen bis in die Kueche, wieder zurueck, unterm Bett durch und wieder Richtung Stumpf. Juhuu – die Schlange war also vergangene Nacht auch da … Ich habe dann draussen auf der anderen Seite vom Stumpf gewartet und siehe da – da kuckt die Schlange raus! Hier das Beweisbild (der Kopf ist der kleinste Teil, in der Mitte ist das scheiss Viech viel mehr als Holzfaeller-Daumen dick!):

my roommate!

my roommate!

Spinnen und Riesen-Ameisen, okay. Mauese, nicht okay aber damit werde ich fertig. Schlangen? NO WAY! Wie soll ich schlafen, mit dem Wissen, dass ich meine Huette nachts mit einer (oder mehreren?) Schlangen teile???

Ich habe heute also schon wieder geputzt, diese Mal einen der gerade leer stehenden Trailer. Und ich bin zum dritten Mal innerhalb von drei Tagen umgezogen. In die Saunahuette gehe ich erst zurueck wenn der Stumpf weg ist und alle Loecher gestopft sind. Meine Schuhe stehen ab sofort ein Regalbrett hoeher, meine Gummistiefel checke ich sowieso schon jeden Morgen bevor ich reinsteige und meine Tueren sind ab sofort immer zu!

Das einzig Positive an diesem Tag: Ich drufte Jim’s Truck nehmen um umzuziehen ;o)

moving to the trailer with jim's truck ;o)

moving to the trailer with jim's truck ;o)

jim's truck

jim's truck



schon wieder: Jackpot!

17 07 2010

Jim und Sue haben eine „Lodge“ in Qualicum Bay (Alpaka Farm), die einst ein gut laufendes Restaurant war, direkt am Oceanview Highway und mit dem Meer auf der anderen Strassenseite. Sie planen schon lange ein Cafe daraus zu machen, haben jedoch zu viel um die Ohren um sich darum zu kouemmern.

Mein Plan war: Das Haus umgestalten und mit meinen „creativen & handwerklichen Faehigkeiten“ ueberzeugen, dann fragen ob sie mich nicht fuer Kohle einstellen wollen um ein Cafe aus der Lodge zu machen. Zwei Fliegen mit einer Klappe – ich brauche demnaechst einen Job fuer Cash und die brauchen jemanden der ihnen das Cafe abnimmt.Die haben noch nicht einmal eine Idee wie es aussehen koennte und in der Lodge steckt unglaublich viel Potenzial, auch wenn sie jetzt im Moment zum davon rennen aussieht. Ich habe schon jede Farbe und jedes Detail vor meinem Inneren Auge, plus unzaehlige von Ideen was man alles machen koennte.

Nach der Hausbesichtung am Dienstag habe ich meinen Vorschlag also mutig und tapfer unterbreitet: „Stellt mich ein!“ Jim war schon weg und Sue konnte nicht sofort entscheiden, doch sie wollte sich alles durch den Kopf gehen lassen, mit Jim sprechen und mir dann kommenden Montag Bescheid geben.

Doch schon heute kam von Sue eine Email: „We’re good to go!“ Ich hab den Job! Ich kann in die Sauna-Huette (so aehnlich wie meine alte Cabin) ziehen und spare somit an die 500 $ Miete, die ich fuer ein winziges WG Zimmer auf der Insel mindestens haette loehnen muessen. Ich bekomme all-inklusive und spare somit pro Woche mindestens an die 80$ fuer Lebensmitteln (exklusive Bier und anderer Genussmittel). Ich kann weiterhin den Pontiac nehmen und werde dann auch noch fuer meine Arbeit bezahlt! Kein Rekordlohn, doch mehr als ich mit Teller waschen verdienen wuerde und ich muss nicht kellnern gehen! Ich muss keine Wohnung suchen, werde „bekocht“, kann mir mit dem Auto kaufen Zeit lassen und dann auch einen Job machen der mir Spass macht! UND: Ich kann auf der Insel bleiben! Fuer wie lange? Keine Ahnung … das Cafe-Project ist um einiges groesser wie das Haus … 😮

Vom wwoofer zum „Interiour-Designer“ – ich wuerde mal sagen das ist ein weiterer JACKPOT!



Englishman River Falls

16 07 2010

Da ich das WE durchgearbeite habe kann ich nun vier freie Tage auf der Farm geniessen, bevor es Montag morgen wieder auf die Alpaka Farm zurueck geht. Gestern, an meinem ersten freien Tag, habe ich eigentlich nur gefaulenzt, in der Sonne gesessen, meinen Blog geschrieben, mit meinem Bruder Andre ueber Skype ein Bier getrunken und abends zwei Filme angeschaut („The Hurt Locker“ und „Dear John“, beide gut :o)).

Heute war ich aktiv, habe gleich morgens meine Kamera eingepackt und bin in den Provincial Park zu den Englishman River Falls gefahren (2km die Strasse hoch). Der Englischman River fliesst, wie schon einmal geschrieben, in einem Canyon. Sprich: Hiking! Man braucht eine knappe Stunde fuer die grosse Runde, bei der man die „upper“ und die „lower“ Falls sehen kann. Es geht Berg hoch, Berg runter und auf Trampelpfaden durch den Regenwald. Obwohl der „lower Fall“ zu wenig Wasser hatte um zu fallen (es hat schon seit Wochen nicht mehr richtig geregnet), hat sich der Ausflug gelohnt – atemberaubend schoener Fluss und sehr viel Gruen!

Und: Ich habe meinen ersten Inukshuk gebaut! Inukshuk sind aufeinander gestapelte Steine, die den Inuit frueher als Orientierungshilfen und Warnhinweise gedient haben. Man findet sie in ganz Kanada, wobei sie heute eher ein „Ich war hier!“ Zeichen sind als dass sie irgend etwas ueber ergiebige Jagdgruende aussagen oder Reisenden als Wegweiser dienen. Also hab ich heute an den Upper Englishman River Falls auch mein „Ich war hier“ Zeichen in From eines Steinmaennchens hinterlassen ;o)

P.S. @ Andre: Ich weiss, du wirst mich fuer die Bilder vom River hassen … aber wie gesagt, ich will dich nur dazu bringen deine Fliegenroute einzupacken und in den Flieger zu steigen ;o)



MOVE THAT BUS!!!

13 07 2010

Dienstag – sprich Jim und Sue kommen aus dem Urlaub zurueck und hier auf der Farm vorbei. Zum Glueck habe ich das Wochenende durchgearbeitet, denn das Haus ist rechtzeitig fertig! Ich will den Truck vorfahren und dann „Move that bus!“ schreien. Doch zum einen macht das ohne Ty keinen Spass und zum anderen sieht das Haus von aussen noch genau so aus wie vor 3 Wochen. Doch: Innen hat sich einiges veraendert. Ich habe 20 Jahre alte Tapete abgekratzt, Waende, Sockelleisten, Regale, Tuerrahmen, Tueren und saemtliche Einbauschraenke gestrichen, abmontiert und wieder angeschossen, repariert und teilweise zerstoert, 3 Tuben Acryl verfugt, 1 Tube Silicon verfugt, abdekoriert, umdekoriert, neu dekoriert, ausgeraeumt, umgeraeumt und geputzt wie eine Irre. Alles was neu gekauft wurde waren die Wandfarben, zwei Badvorleger und ein Duschvorhang, den Rest habe ich hier und auf der anderen Farm in Kellern und auf Dachboeden muehsam zusammen geraubrittert. Da die Farm zum Verkauf steht musste ich alles moeglichst „neutral“ halten und konnte nicht all zu „fancy“ werden …

Das Reultat? Jim und Sue laufen durchs Haus und sind ganze 5 Minuten lang sprachlos. Schliesslich umarmt Sue mich, den Traenen nahe. „Looks like another house …“ – „Awesome job …“ – „I can’t believe it’s the same house …“ Sie versuchen die Farm nun schon seit zwei Jahren zu verkaufen, alle Interessenten liebten das Grundstueck, die Aussicht und den wahrgewordenen Maennertraum der gigantischen Garage, doch sie hassten das Haus von innen … Ich hoffe das wird sich jetzt aendern ;o))

Hier die Bilder – vorher und nachher – damit ihr seht was ich in den letzten Wochen getrieben habe ;o)) Nach deutschem Standard renoviert, verfugt und geputzt! Ich muss zugeben: Ich bin sowas von stolz!