Ich weiss, ich weiss … ich war blog-faul in den letzten zwei Wochen …
Vancouver Island hat die dichteste Puma-Bevoelkerung von ganz Nord-Amerika. Fuer mich war das neu und ich habe ganz schoen gestaunt als ich Pumas gegooglet habe. Warum ich Pumas google? Letzten Mittwoch wurde einer hier gesehen, circa 400 Meter von meiner Saunahuette. Er ist hoechstens ein Jahr alt und frisch von Mama vor die Tuer gesetzt. Noch ist er fuer Menschen ungefaehrlich, vor allem fuer Erwachsene die groesser sind als 1.65. Sollte er den Winter ueberstehen, nur 80% der Jungtiere kommen durch, dann wuerde er naechsten Sommer jedoch zur Gefahr, vor allem fuer die Alpakas. Nur die Wenigsten hier haben je einen „Cougar“ in freier Wildbahn gesehen. Darcey zum Beispiel wohnt hier seit 30 Jahren, geht jagen, angeln und rennt den ganzen Tag im Wald rum, hat jedoch noch nie einen Puma zu Gesicht bekommen. Es ist wahrscheinlicher vom Blitz getroffen zu werden wie von einem Puma angefallen zu werden. Wenn man dann jedoch ein Flugblatt in die Hand gedrueckt bekommt, „Safety Guide to Cougars“, dann schluckt man dennoch.
Regel # 1: Ruhig bleiben und beruhigend auf den Puma einreden.
Regel # 2: Nicht rennen! Langsam rueckwaerts vom Puma weggehen.
Regel # 3: Niemals dem Puma den Ruecken zukehren!
Regel # 4: Tu alles was du kannst um groesser zu wirken!
Regel # 5: Wenn der Puma sich agressiv verhaelt bewaffne dich mit Stecken, Steinen und allem was greifbar ist! Schreie ihn an und ueberzeuge ihn, dass du keine Beute sondern eine Gefahr fuer ihn bist! (juhuu)
Regel # 6: Wenn der Puma angreift, kaempfe ….
Jep – da macht man sich dann keine Gedanken mehr um einen harmlosen Schwarzbaeren der gerne Aepfel klaut. Ich gebe zu, ich wuerde den jungen Puma gerne mal sehen und noch viel lieber vor die Linse bekommen, doch ich wurde davon ueberzeugt, dass es nicht clever ist in den Wald zu sitzen um auf ihn zu warten. Und wir muessen die Wahrscheinlichkeit mit „vom Blitz getroffen zu werden“ ja nicht auf die Probe stellen. Und wer weiss, wo seine Mama sich herum treibt …
Donnerstag Abend wollte ich Clarence ein paar Kartoffelschalen ins hintere Feld bringen. Man muss ueber eine kleine Holzbruecke, die gerade mal einen halben Meter hoch ist, und dort habe ich dann leider eines unserer Alpakas tot aufgefunden. Es hat irgendwie einen Fuss zwischen zwei Holzplanken gebracht, ist von der Bruecke gefallen und hat sich das Genick gebrochen. Ich hoffe der arme Shadow war gleich tot, denn so wie er da hing war es grausam und sehr traurig. Der Fuss ist so fest gesteckt, dass ich ihn nicht einmal befreien konnte. Ich habe dann Michael und Nikkola (Wwoofer aus Frankreich) geholt, es wurde schon dunkel und Shadow konnte wegen dem Puma auf keinen Fall ueber Nacht draussen gelassen werden. Die Jungs haben ihn in die Garage gebracht und Michael hat ihn am naechsten Tag zur „Tierentsorgungsstelle“ gefahren. Schon allein das Wort hoert sich grausam an …
Freitag Morgen habe ich Darcey geholfen Yogi zu suchen. Der haut normalerweise nie ab, war jedoch nirgendwo aufzufinden. Beunruhigend, zum einen wegen dem Puma und zum anderen wegen einem Weisskopfseeadler Paerchen welches hier gerade anfaengt zu brueten. Die Adler haetten keine Muehe einen Cockerspaniel zu holen und wir waren alle froh, als Yogi ploetzlich seelenruhig und munter aus dem Wald heraus spaziert kam …
Was gibt es sonst noch neues … In der Lodge geht es vorwaerts. Ich hasse braunes Acryl, es ist als wuerde man Nutella an die Waende schmieren. Jim und Sue sind mal wieder im Urlaub. Ich habe mit Danielle auf’m Berg auf der Pickup Heckklappe am Lagerfeuer gesessen wahrend Darcey und seine Cousins mit den Motorraedern rum gecrosst sind, und habe festgestellt, dass ich weniger Whiskey vertrage als ich erwartet haette. Ich spiele fast jeden Tag Klavier, wenn auch immer nur die gleichen Lieder. Ich habe zwei Gitarren, eine 12 Saiten Fender und eine 6 Saiten Fender, spiele jedoch mehr Klavier wie Gitarre. Im November gehe ich vielleicht eine Woche nach Whistler um Urlaub zu machen. Charlie das Pferd und Clarence die Ziege „stalken“ mich nach wie vor. Ich hatte mein erstes Thanksgiving Truthahn Essen und habe festgestellt, dass ich kein Fan von Suesskartoffeln bin. Die Mitarbeiter im Beer-Store und Tom’s Food Market begruessen mich mit „Hey Nadine, how’s going?“ – keine Ahnung woher die alle meinen Namen wissen … Und sehr cool: ich habe jetzt Internet in meiner Saunahuette! Sprich ich muss nicht mehr unten im Garten sitzen und mir Frostbeulen holen! Und vielleicht hilft das ja dabei regelmaessiger zu bloggen …
Hier noch ein paar Bilder:
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Unser Adlerpaerchen
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Nochmal Adler …
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… und nochmal Adler
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Rote Libelle!
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Tigger ist sehr anhaenglich ;o)
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Qualicum Bay am Tag …
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und am Abend – die Dorfkneipe ;o)
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Juhu! Habe Hagebuttenmarmelade gefunden!
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Fand die Dose witzig – Black Eyed Peas ;o)
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