Off Road

29 05 2011

Sonntag und die Sonne scheint ;o) Also mit Danielle & Jogi ab auf den Berg! Zum ersten Mal ohne zweiten Truck, der fuer den Notfall ein Abschleppseil dabei hat …

Danielle, mein Navigator, waehlt eine „Anfaengerstrecke“ zum „Lake Esary“ und dirigiert mich ueber Schotterstrassen. Wenn man einen Golf mit Frontantrieb auf der Autobahn gewohnt ist, dann ist es ganz schon ungewohnt mit einem Nissan und Heckantrieb auf Schotter zu fahren. Ich (Weichei) schalte den Allrad schon zu, bevor wir auf den „Logging Roads“ (Holzfaellerstrassen) sind, da ich in jeder Kurve das Gefuehl habe mir „rutscht der Arsch weg“. Mit Allrad fuehlt es sich gleich viel besser an!

Wir erreichen die Logging Roads und „kriechen“ uns unseren Weg den Berg hoch. Schnell fahren ist hier nicht, zum einen wegen den Felsen und zum anderen wegen der Monster-Schlagloecher in der Strasse, wobei man es kaum so nennen kann. Doch in dem Fall macht langsam fahren Spass ;o) Und die Aussicht die man die ganze Zeit hat ist atemberaubend.

Menschenleer, Wald und Baeume ohne Ende, glasklare Fluesse, Wasserfaelle, im Hintergrund Berge mit weissem Gipfel und abgelegen Seen, die man mit ohne Allrad garnicht erreichen kann. Man kann stundenlang „umherkriechen“, ohne dass es langweilig wird ;o) Hier die Bilder:

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Nadine Spezial die 3te

27 05 2011

Als Geburtstagsgeschenk fuer Jim und Sue habe ich solange ich zuhause in Deutschland war ein Fotobuch gemacht. Die haben es deren Freunden Ed & Judy (siehe Shearing Day) gezeigt, und die wiederum haben es ihrem Sohn Mark vorgelegt.

Judy rief mich an, da Mark einen „Hochzeitsfotografen“ sucht. Ich hab gleich abgelehnt, da Hochzeitsbilder sehr heikel sind (und ich es schon einmal vermasselt habe …) und ich zudem ihren Sohn noch nie getroffen habe. Doch dann rief vorgerstern Mark an, ob wir uns treffen koennten, er wuerde mich gerne „engagieren“ um „Schnappschuesse“ von der Hochzeit zu machen. Alright – ich stimme einem Treffen zu, Freitag 17 Uhr bei Judy. Immerhin habe ich jetzt eine digitale Spiegelreflex auf der ich die Bilder sofort checken kann …

Dann war heute Freitag:

16:00 Uhr: Ich mach Feierabend und renne zur Saunahuette um mich umzuziehen.

16:10 Uhr: Ich huepf in meinen Nissan und mach mich auf den Weg. Es regnet wie Sau und ich bin voll auf den Highway Feierabend Verkehr konzentriert.

16:55 Uhr: Ich komme bei Ed & Judy an, wo ich Braut und Braeutigam treffe.

17:00 Uhr: Ed bringt eine Runde Bier und wir setzen uns alle an einen Tisch, um raus zu finden was das Brautpaar fuer Bilder will und ob ich es umsetzen kann.

17:06 Uhr: Mein Fuss kribbelt etwas.

17:10 Uhr: Mein Fuss kribbelt etwas mehr. Doch mitten im Gespreach mit Menschen die ich erst getroffen habe, beschliesse ich es zu ignorieren.

17:15 Uhr: Wir sind uns einig – ich mach die easy-going Schnappschuesse die sie wollen. Ausschlaggebend war vermutlich, dass ich in der Stretch Limo mitfahren darf. Oder die „open Bar“ mit allem was das Herz begehrt. Vielleicht aber auch einfach die Vorstellung von einer Hochzeit mit Trauung am Meer und anschliessender Party auf dem Grundstueck am See – keiner faehrt mehr heim, alle (150 Gaeste) werden campen!

17:16 Uhr: Wir gehen alle auf die Veranda um eine zu rauchen.

17:17 Uhr: In meinem Schuh bewegt sich etwas, definitiv – ich werd hektisch, breche mitten im Satz ab und stuerme zum Gelaender: „Sorry guys – but there’s something in my shoe!“ Ich kicke meinen Schuh vom Fuss und was faellt heraus? EIN GECKO! Ich hatte einen *freacking* Gecko im Schuh! Und nicht nur das. er muss schon in meinem Schuh gewesen  als ich meine Schuhe angezogen habe! Sprich ich habe ihn von Qualicum nach Lantzville gefahren!

17:18 Uhr: Ich, auf einem Bein huepfend, schreie und kreische. Es schuettelt mich und ich kann der armen Gecko nicht einmal ansehen. „He’s alive“ – lacht Mark. „But I dunno how to tell you – looks like there’s a part of his tail missing …“ Sprich“ Der Gecko lebt – aber es fehlt ein Stueck von seinem Schwanz …“ Ich schreie und kreische noch mehr, waehrend alle sich vor Lachen wegschmeissen und Mark meinen Schuh untersucht um den Schwanz zu finden.  „Shoe is empty!“

17:19Uhr: Mit der Vorstellung der Schwanz „klebt“ an meinem Socken wir mein Gezeter natuerlich nicht weniger und wahrend ich in den Himmel schreie untersucht Mark meinen Socken. „No tail!“ Mein Schreien flacht etwas ab. Ich frage ihn ob er sich ganz sicher ist und er verspricht hoch und heilig keinerlei Gecko-Teile an meinem Socken.

17:20 Uhr: Ed, Judy, Melissa (Braut) und Mark schmeissen sich natuerlich noch immer weg. Ed:“ I’m 74 years old, but I’ve never seen or heard anything like it before …“ Der Gecko macht sich aus dem Staub. Ich stehe noch immer auf einem Bein, und wechsle ab zwischen mich schuetteln vor Ekel und lachen ueber mich selbst.

Eindeutig Nadine Spezial die Dritte – mal ganz entspannt zu einem Art „Vorstellungsgespraech“ fahren und ’nen Gecko im Schuh mitbringen. Nach dem „Schlagenvorfall“ hatte ich mir ja vorgenommen alle Schuhe immer schoen auf’s oberste Regalbrett zu stellen. Doch im Laufe der Zeit habe ich das wohl wieder vergessen und die Schuhe einfach vor meiner Saunahuettentuer ausgezogen und abgestellt.

gecko appartment

Ab sofort kommen alle Schuhe in meine Huette!

Wo der Schwanz abgeblieben ist will ich garnicht darueber nachdenken.  Ich red mir jetzt einfach mal ein der Gecko war schon „schwanzlos“ bevor er es sich in meinem Schuh bequem gemacht hat …



Ebbe

22 05 2011

Qualicum Beach bei Ebbe



Shearing Day – Probelauf

21 05 2011

Wie soll es auch anders sein – die ganze Woche scheint die Sonne, doch dann, wenn 60+ Alpakas und 4 Llamas geschoren werden sollen, faengt es ueber Nacht an zu regnen! Unser „Shearing Day“ fiel somit ins Wasser – doch Ed & Judy (Freunde von Jim und Sue) mussten ihre Alpakas scheren, da die schon verkauft waren – und zwar ohne Wolle!

Sprich alle Mann ab ins Auto und ab nach Lantzville, um zu helfen. Es waren zwar nur 5 Alpakas und 4 Angora Schafe doch das hat gereicht. Was fuer ein Chaos! Sieht schon ganz schoen grob aus, denn die Neuseelaendischen Schafscherer die Alpakas auf den Tisch „schmeissen“ und festbinden, um ihnen an die Wolle zu gehen … und dann arbeiten bis zu vier Leute gleichzeitig – Wolle ab, Manikuere, Zaehne abschleifen, impfen … Garnicht zu sprechen vom Durcheinander wenn die Alpakas eingefangen und zum Tisch „gewrestelt“ werden. Doch die hielten wenigstens an wenn man die Arme hochreisst und den Weg versperrt. Bei den Angora-Boecken ging einfach nur der Kopf runter und sie rannten quer durch die Mitte …

Unser ‚grosser“ Shearing Day wurde auf Ende Juni verlegt – und ich bin mal gespannt was das fuer ein Megachaos gibt …



Versprochen ist Versprochen

17 05 2011

Weiter geh’ts mit dem Blog!

Die 8 Wochen zuhause waren wunderschoen und viel zu schnell vorbei! Ploetzlich, und obwohl die Anreise kompliziert und lange war, bin ich wieder auf Vancouver Island!

Anstatt Elstern und Tauben schreien wieder Adler und Moewen. Nach wochenlanger Trockenheit und  Sonne, weiss ich nun auch wieder wie es sich anfuehlt wenn man vom Regen durchnaesst ist (Samstag und Sonntag hat es nur geregnet). Ich greife staendig ins Leere, weil ich Gaenge durchschalten will die mein Nissan eben automatisch durchschaltet. Kein rechts vor links mehr, wer erster anhaelt faehrt auch wieder als erstes los! Alpakas starren wieder zu meinen Fenstern herein. Schwaebisch funktioniert hier nicht – ich muss ploetzlich wieder englisch sprechen ;o) Es gibt keine Bretzeln mehr (die fuenf Bretzeln die ich eingeschmuggelt habe um hier zu zeigen was ich vermissen werde, habe ich ausnahmslos alle selbst gegessen und NICHT geteilt).

Ich geb zu dieses Mal war es schwerer „zu gehen“. Vermutlich weil man nach einem Jahr Abwesenheit ploetzlich Dinge zu schaetzen weiss, die vorher eben ganz selbstverstaendlich waren. Um das jedoch genau zu erklaeren fehlen mir die Worte … Es ist ein hin- und hergerissen sein, das man selbst erlebt haben muss. Und ich war die ersten zwei Tage hier mindestens doppelt so verwirrt wie an den ersten zwei Tagen wieder zurueck in Deutschland. Viele von euch koennen sich meinen Geisteszustand dann ausrechnen …

Doch: Zum Glueck liegt das Meer vor der Haustuere! Alle hier haben sich gefreut, dass ich wieder da bin. Auch Hund Bella hat gleich kapiert, dass die Tane mit den Leckerlis wieder da ist. Und nach zwei Tagen Regen kam gestern dann die Sonne raus, auch heute war das Wetter herrlich.

Ich freue mich jetzt einfach auf noch einen Vancouver Island Sommer ;o)

gleich mal ans Meer!

gleich mal ans Meer!

Wilkommen zurueck Geschenk von Darcy & Danielle ;o) Kraueter & Blumen

Wilkommen zurueck Geschenk von Darcy & Danielle ;o) Kraeuter & Blumen

Aussicht im Rueckspiegel: Monstertrucks

Aussicht im Rueckspiegel: Monstertrucks