Shearing Day

26 06 2011

Das Chaos war vorgrogrammiert – Shearing Day! Zwei Schertische, 4 Scherer und 16 Helfer – nicht zu vergessen die 52 Alpakas plus 4 Llamas die geschoren werden mussten, geimpft werden mussten und eine Pedikuere bekamen. Es war laut (manche der Alpakas schreien wie am Spiess wenn sie auf’m Tisch sind), teilweise hektisch, dreckig, und so manch einer wurde angespuckt. Doch vor allem war es lustig ;o) Danach ging es noch zu Ed & Judy zum grossen Abschluss-BBQ. Judy’s erste Frage: Hast du deine Schuhe gecheckt bevor du hergefahren bist?



Mein Garten

22 06 2011

Letztes Jahr habe ich schon von einem Kreautergarten getraeumt. Doch dann habe ich zum Renovieren auf der anderen Farm gewohnt, bin aus der Saunahuette wegen der Schlagen wieder ausgezogen, und und und … deshalb sah es hinter meiner Huette immer noch so aus:

backyard old

Doch dieses Jahr hat es geklappt! In einem der Alpakafelder habe ich einen von Laub und Dreck verdeckten Steinplatten Haufen gefunden, den ich dann mit der Mistgabel (wegen der Schlangen) ausgegraben und mit dem Schubkarren hinter meine Huette vefrachtet habe. Nun habe ich eine kleine Terasse, zwei Stuehle und etwas Gruen ;o) Meine Kreauter gedeihen preachtig, meine zwei Tomatenpflanzen wachsen wie Unkraut und meine Blumen werden auch immer groesser. Jetzt muss ich nur noch hoffen, dass der Waschbaer nicht beschliesst alles auf der Suche nach Erdwuermern umzugraben!

backyard new



Seaside Cruise

19 06 2011

Heute ist in Kanada Vatertag – und ich freu mich schon seit Wochen auf die „Father’s Day Seaside Cruise“ im Nachbarort Qualicum Beach!

right_boxSprich Auto-Parade, die sogar in der Oprah Winfrey Show genannte wurde,als eines der „10 best things to do on Father’s Day“. Auf der Insel „wohnen“ ohnehin schon unglaublich viele, schnittige Klassiker und coole Autos – doch zur Cruise kommen sie aus ganz Kanada, plus Washington State, California und Oregon.

Um 6 uhr morgens hat mein Wecker geklingelt. Die „Show ‚N‘ Shine“ mit mehr als 600 Autos ging zwar erst um 8 los, doch ich wollte sehen wie die Klassiker einfahren und Bilder machen bevor die Menschenmasse eintrudelt. Das Wetter hat zwar zu Wuenschen uebrig gelassen, doch es hat zumindest nicht geregnet! Und das fruehe Aufstehen hat sich gelohnt ;o)

Camaros, Camaros, Camaros … alt, neu, …Chevy Yenkos, Chevy Chevelles, … und sogar ein Plymouth ‚Cuda mit HEMI (jeder der Himmel und Hoelle gelesen hat, versteht vielleicht, warum ich mich wie ein kleines Kind im Suessigkeitenladen gefreut habe).

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Plymouth 'Cuda 426 HEMI

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Chevy YENKO

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Chevy Camaro

Hier noch der link zur Slideshow auf youtube … ;o)

Download Video


The Rock

18 06 2011

Samstag = frei! Und die Sonne scheint – NOT … Aber egal, ich habe mir trotzdem Kaffee & Muffin geholt und mich damit ans Meer gesetzt. Dort ist es naemlich selbst dann schoen, wenn es bewoeklt ist.

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5 Minuten speater scheiss ich Baumstaemme fuer „The Rock“, da Herrchen angeln will und dankbar ist, dass jemand solange seinen Hund beschaeftigt der spielen, spielen, spielen will …

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fishing



Instinkt

15 06 2011

Jim hatte mich gewarnt, dass Alpaka-Mamas ihre Baby’s nur dann „verstossen“, wenn etwas nicht stimmt und das Kleine nicht ueberleben wuerde. Ich wollte das natuerlich nicht wahrhaben, genauso wenig wie Sue und Justine.

Wir drei haben uns also in Schichten rund-um-die-Uhr um „Monday“ gekuemmert. Alles sah gut aus, doch am spaeten Dienstagnachmittag ging es auf einmal rapide bergab. In der Not hab ich sogar Bella die Hofhuendin geholt, da ich gehofft habe sie kann etwas tun was wir nicht konnten … doch es hat alles nichts geholfen. Monday schlief ein und ist nicht wieder aufgewacht.

Mutter Natur von ihrer harten Seite.



Monday

14 06 2011

Wir warten schon seit zwei Wochen auf das erste Sommer 2011 Alpaka Baby – sechs Ladies sind schwanger. Buckwild – meinem ersten Alpaka Baby ueberhaupt – geht es praechtig und er macht seinem Namen alle Ehre! Der wohl wildeste Jaehrling ueberheupt. Neulich haben wir geimpft und Buckwild hat so gekickt und gekaempft, dass er Jim’s T-’shirt in zwei Haelften zerissen hat …

Gestern tauchte still und heimlich ein neues Baby auf! Ich bin sogar einmal daran vorbei gelaufen … es ist mit gerade mal 3 kg viel zu klein! Alpaka Mamas sind normalerweise sehr, sehr gute Mamas und weichen nicht von Baby’s Seite. Doch in diesem Fall schien sich keine der Alkpaka Ladies verantwortlich zu fuehlen, obwohl ich mit Baby auf dem Arm dreimal durchs Feld marschiert bin um Mama zu finden … kein gutes Zeichen. Selbst als wir alle potenziellen Mamas mit der kleinen in eine kleine Koppel gesperrt haben wurde das Neugeborene komplett ignoriert.

Die kleine wurde „Monday“ getauft und bekommt nun alle vier Stunden die Flasche, auf eine Bettflasche gelegt und in Decken gewickelt um sie warm zu halten. Sie ist wie gesagt sehr klein und noch dazu sehr schwach, doch wir hoffen wir bringen sie durch!

"Monday"

"Monday"



Eishockey

11 06 2011

Es ist nicht nur Volkssport Nummer 1 – es ist eine Religion in Kanada: Eishockey! Und da die Vancouver Canucks zum ersten Mal seit 17 Jahren wieder im Finale des NHL Stanley Cups stehen, drehen hier gerade alle etwas durch.

Bei Autohaendlern steht nicht wie sonst Reklame and den Glasscheiben , sondern „Go Canucks, Go!“ Das selbe gilt fuer Restaurants, Pubs, Fitness- und selbst Sonnen-Studios. Mal ganz abgesehen von den ganzen Canucks T-shirts, Jacken, BB-Caps und Trikots …

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Go Canucks!

Das System ist sehr gewoehnugnsbeduerftig, da die zwei Teams im Finale (Vancouver Canucks und Boston Bruins) ganze sieben Mal gegen einander spielen – oder eben solange bis eines der Teams 4 Siege auf dem Konto hat.

Freitag sind dann Jim, James, Armin und ich mit Sue als unserem DD (designated Driver) nach Nanaimo um in einem Pub Spiel Nummer 5 von 7 anzusehen. Sue was es zu laut und zu voll – sie ging lieber einkaufen (in menschenleeren Geschaeften). Wohingegen im Pub selbst der Bildlard Tisch mit zwei Holzplatten zum Bartisch umfunktioniert wurde, um mehr Sitzplaetze zu schaffen.

Von der Atmosphaere her war es so, als waere die Fussball-WM in Deutschland und als wuerde Deutschland im Finale stehen. Und da die Canucks gegen Amis gespielt haben war es so, als wuerde Deutschland gegen Holland/ oder England spielen.

Jede Pub-Gast bekam einen Puck mit einer Nummer. Ich hatte die 36 – sprich mein Spieler war die Nummer 36 „Jannik Hansen“. Haette er ein Tor gemacht – haette ich einen 5$ Pub Coupon bekommen. Haette er auf die Strafbank gemusst, haette ich $1 Pub Coupon bekommen.

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My 36

Hansen hat natuerlich weder das eine noch das andere gemacht … Ganz im Gegensatz zu Jim’s Spieler, der schon nach wenigen Minuten auf der Strafbank sass …

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Lucky winner Jim

Doch das Spiel hat Spass gemacht (obwohl ich keine Blassen von Eishockey hab) – es war schnell sag ich euch! Fast so schnell wie Jim mit dem Biergurege nachbestellen. Es endete 1:0 fuer die Canucks und die lezten 5 Minuten Spielzeit war es ohrenbetaeubend im Pub!

Bis Sue uns wieder abgeholt hat waren wir alle 4 leicht verstrahlt … Wir haben uns im Van fast kaputt gelacht, warum auch immer. Und da die Maenner (trotz Abendessen im Pub) schon wieder Hunger hatten, sind wir nach 60 min Fahrt an Qualicum Bay vorbei gefahren um in Comox (nochmal 45 min Fahrt) noch Burger zu essen …

James & Armin

James & Armin



Hummingbirds – Kolibris

4 06 2011

Kolibris – die kleinste Vogelart ueberhaupt, wohnt den Sommer ueber auch hier auf Vancouver Island.

Sie fliegen mit einer Frequenz von 40 bis 50 Flügelschlägen pro Sekunde! Mit ihren beweglichen Flügeln können sie sogar rückwärts und seitwärts fliegen. Die Flügel ermöglichen es ihnen auch auf der Stelle zu fliegen um zum Beispiel Nektar zu trinken. Bezogen auf ihre Körpergröße sind Kolibris die wohl schnellsten Wirbeltiere der Welt, mit einer Reichweite von 800 km auf gerade einmal 2 Gramm Nektar Verbrauch.

Bisher habe ich die Hubschrauber unter den Voegeln immer nur gehoert – nie gesehen. Es ist unglaublich wieviel „Brumm“ die mit ihrem Fluegelschlag fabrizieren, und noch viel unglaublicher wie schnell die Kleinen sind. Doch dann hat Kelly mir erzaehlt, dass sie von der Farbe Rot angezogen werden und auf Zuckerwasser stehen. Seit Mittwoch haengt also ein roter Wasser-Spender vor meiner Haustuere, gefuellt mit rot gefaerbtem Zuckerwasser.

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Und es funktioniert! Noch am selben Abend sind die ersten Kolibris aufgetaucht um mit ihrer Stohhalm-Zunge Zuckerwasser zu trinken! Wieviele Stunden ich jetzt schon mit meiner Kamera auf der Lauer gelegen habe, mit dem immer schwerer werdenden Tele-Objektiv, um durch die einen Spalt breit geoeffnete Tuer ein anstaendiges Bild zu bekommen, kann ich gar nicht mehr zaehlen … Die sind sowas von schnell! Und kaum bewegt sich etwas, wenn auch nur ein kleines bisschen, sind sie auch schon wieder weg! Der Auto-Focus meiner Kamera ist komplett verwirrt wenn ein Kolibri vor der Linse ist und weiss nicht worauf er scharf stellen soll. Geht also nur manuell…

Doch ich war hartnaeckig:

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Einer hat sich heute in Kelly’s Blockhuette verflogen – und wenn Kolibris unter Stress stehen senken sie ihre Herzrate und werden voellig teilnahmslos … Er sass einfach so eine Weile auf Kelly’s Finger, bis er sich beruhigt hatte und weiter fliegen konnte. Auf den Bildern sieht man gut, wie klein sie sind!

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