Kreuzfahrt

26 09 2011

Ja ich weiss- schon wieder 2 Wochen ohne Blog. Doch zu meiner Verteidigung: Ich wollte noch schnell bloggen bevor ich auf Kreuzfahrt gegangen bin, konnte mich aber nicht einloggen weil die Seite irgendwie nicht funktioniert hat …

Jetzt funktioniert sie wieder und ich war auf Kreuzfahrt!

Mit Ben, der ja im Rollstuhl sitzt, zu reisen, ist echt anstrengend. Nicht wegen Ben selbst, sondern wegen dem Rollstuhl. Ihr koennt euch nicht vorstellen wieviele ignorante Menschen es gibt, die dumm im Weg stehen bleiben oder sogar vor den Rollstuhl laufen um noch schnell vorbei zu kommen … vollkommen ruecksichtslos. Und absolut planlos was Ben & elektrischer Rollstuhl ( 0.5 Tonnen) mit ihren Schienbeinen anstellen wuerde wenn Ben nicht schnell genug anhalten koennte. Wobei es ihm sowieso schon schwer genug gemacht wird einen Weg zu finden. Verwinkelte Ecken, ueberall Treppen, zu schmale Gaenge, zu kleine Aufzuege, Rollstuhl-Taxis mit Fahrern die nicht wissen wie der Rollstuhl-Lift funktioniert, Fluggesellschaften die einen Rollstuhlfahrer in Sitzreihe 38 buchen,  Restaurants ohne genuegend Platz fuer einen Rollstuhlfahrer zum „einparken“. Zum Teil war ich einfach nur sprachlos, zum Teil war ich kurz davor Idioten ins Gesicht zu schreien ob sie noch alle Raeder am rennen haben. An- und Abreise waren echt anstrengend, doch Ben hatte extrem viel Geduld und hat alles echt super gemeistert. (Ich an seiner Stelle haette vermutlich 226 Schienbeine auf dem Konto weil ich vor lauter Frust full-speed blindlings in die nicht Platz machende Menge gerast waer!)

Zum Glueck war die Kreuzfahrt an sich entspannter. Klar waren da auch ignorante Idioten an Bord, doch daneben gab es jede Menge Dinge die wir zusammen mit Ben unternehmen konnten. 3-D Kino (Shrek 4), Open Air Kino, Eisgala, Wasser-Show mit Turmspringern, Dreamworks Paraden, jede Menge Geschaefte und Restaurants rollstuhlgerecht, Comdey Live Show, viele Live Bands, … ja – alles auf dem Schiff. Und als Ben sich etwas auskannte ist er manchmal sogar alleine losgezogen um alkoholfreie Pina Coladas zu trinken 😉 Auf Haiti hat er den Tag am Meer verbracht (rollstuhlgerechter Strand!), in Jamaica haben wir mit einem Rollstuhl-Taxi eine Highlight-Tour gemacht und in Mexiko waren wir im Touri-Viertel Schnaeppchen shoppen!

Wir hatten echt Spass und haben viel gelacht! Und in Haiti hat Ben mich ueberrascht, mit einem Gutschein fuer eine Schnorchelsafari!Als Dankeschoen, dass ich als Begleitperson mit in die Karibik bin …

Fuer alle die sich wundern: Nein – Sam war nicht in der Karibik. Jim, mein Boss, der entspannteste Mensch den ich kenne und einer der wenigen denen ich einen Welpen anvertrauen wuerde, hat auf Sam aufgepasst. Und er hat es gut gemeistert – Sam geht es praechtig! Er waechst und gedeiht!



Erdbeben?

10 09 2011

Gestern Mittag hat hier die Insel gebebt – satte 6.7 auf der Richterskala und ich hab es nicht einmal mitbekommen … Jep – an mir ging das Beben komplett vorbei, und auch an Sam, den ich in dem Moment Gassi gefuehrt hab.  David, wwoofer aus der Schweiz, war zu der Zeit in der Lodge oben im Appartment – er hat es gespuert, denn der Schaukelstuhl in dem er sass hat fuer 10 Sekunden von selbst, bzw. von dem Erdbeben, geschaukelt.

Es wurde keine Tsunami Warnung herausgegeben, es gab keine Schaeden und keine Verletzte. Und das Wichtigste: Es war kein Vorbote fuer ein „grosses“ Beben. Falls die Vancouver News es also bis nach Deutschland schaffen: keine Bange, meine Huette steht noch 😉



Der Herzensbrecher

1 09 2011

Ich weiss garnicht wo ich anfangen soll … erst war es nur ’ne verrueckte Idee, dann sah es so aus als wuerde das nie was werden und ploetzlich war alles ganz einfach. News Nummer Eins: Mein Rueckflug ist gebucht ;o) Am 22. Oktober geht es wieder ab nach zu Hause! News Nummer Zwei – Achtung jetzt kommts: Ich werde nicht allein fliegen! Jep – richtig gelesen! Ich werde einen Kanadier mitbringen und sein Name ist Sam:

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Yellow Labrador, Sohn von „Deacon“ und „Baker“, geboren am 1. Juli 2011 (Canada Day 😉 ), vom Kennel „Baker’s Dozen“ in Shawnigan Lake, Vancouver Island. Er wohnt seit Dienstag bei mir – doch nur solange wie ich noch hier bin, denn dann fliegt er mit und zieht zu Janine und meinen Eltern 😉 Geskypet hat er mit seinem neuen Zuhause auch schon und da zaehlt man jetzt die Tage bis zu seiner Ankunft! (hoffentlich werde ich vor lauter Hund nicht in Frankfurt am Flughafen vergessen … ;))

Ich hab seit Dienstag nicht wirklich viel geschlafen (Sam muss sowohl tagsueber als auch nachts noch alle 3 Stunden Gassi) doch dafuer hab ich auch gelacht ohne Ende – was den Schlafmangel mehr als wett macht! Sei es weil Sam schnarcht (so richtig schnarcht!); weil er und die Alpacas sich minutenlang gegenseitig anstarren; weil er am Meer festgestellt hat, dass das Wasser dort salzig ist; weil er vor der fauchenden Katze wegrennt; weil er vor seinem Spiegelbild Respekt hat oder weil er grunzt wenn ich anfange den Futternapft zu fuellen!

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Er ist ein Baby – auch auch wenn ich ihn nicht behandle wie eins (kein Dutzi Dutzi mach was du willst – obwohl es manchmal schwer faellt), so muss ich doch auf ihn aufpassen wie auf eins. Das „Cesar Milan“ (DER amerikanische Hunde-Fluesterer) Buch immer dabei pass ich auf wie ein Luchs – ein entspannter Luchs, da Sam ja ein entspannter Hund werden soll 😉 Ich laufe jetzt nicht nur mit Hund sondern auch mit Rucksack auf dem Ruecken zur Arbeit, gefuellt mit Decke, Spielzeug, Futter, Leckerli, faltbarem Reisewassernapf, …  Momentan arbeite ich hauptsaechlich an einer neuen Homepage, damit Sam sich erst Mal in Ruhe einleben kann.

Jim & Sue sind unglaublich, sie haben nicht nur sofort zugestimmt, als ich gefragt habe ob ich einen Welpen auf die Farm holen koennte, sie unterstuetzen auch wo es nur geht und freuen sich richtig mal wieder einen Welpen hier zu haben! Sam stiehlt hier alle Herzen mal so eben im vorbei laufen …

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