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06
2010
In 5 Stunden klingelt schon der Wecker und dann geht es ab nach Toronto -> Flughafen -> Vancouver -> Faehre -> Vancouver Island. So wie es aussieht werde ich auf der Alpaka Farm kein Internet haben, wundert euch also nicht wenn die Aktuallisierung meines Blogs eventuell ein paar Wochen auf sich warten laesst. Selbstverstaendlich werde ich mich in den ersten, auffindbaren Wi-Fi Sport einkllinken und euch wissen lassen wie es laeuft ;o)
Bis dahin viele liebe Gruesse an alle ;o)
Nadine
P.S.: BC ich komme!!!!!
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06
2010
Ich wurde viel vorgewart und habe mit dem Schlimmsten gerechnet – doch die knapp 3 Wochen in Val Gagne waren einfach nur genial! Regis und Noreen sind wundervoll, grosszuegig, witzig, cool und ich habe viele neue Schimpfwoerter gelernt ;o) Hier kann man sich nur wohl fuehlen – mitten im schoenen Norgendwo bei den Daigels.
Bear Watching Touren zum Dump, Gitarre spielen, Aggravation spielen (kanadische Variante von Mensch aergere dich nicht), gutes Essen, kaltes Bier, Garage streichen, Haus streichen, im Garten arbeiten, Elche suchen und nicht finden, Wohnungen fuer wilde Bienen bauen, Noreen mit Gartenschildern ueberraschen und Lachen bis der Bauch schmerzt …
Mein Lieblingsplatz bei den Daigels war/ist definitiv die Garage. Da Regis Gartenmoebel baut und verkauft ist es eine voll ausgestattete Schreinerei, in der ich haemmern, saegen, bohren, schleifen, woodburnen und lackieren durfte. Die Schleifmaschine war nicht mein Freund – meine Holzstuecke waren zu flach, weshalb ich sie nicht auf dem Schleifband halten konnte und in mehreren Versuchen quer durch die Garage geschossen habe – ich schleife lieber von Hand! Ich konnte meine kreative Ader ausleben und der Adler ziert nun die Front der Garage.
Noreen hat mich so „gepusht“, dass ich sogar angefangen habe mein 2tes Buch ins Englische zu uebersetzen. Sie hat die ersten paar Seiten auf Englisch gelesen und ist „hooked“ … Und sie hat mir angeboten nach meinem Kanadajahr zurueck zu kommen, ins Dachzimmer zu ziehen, mein Buch in aller Ruhe zu uebersetzen und sie wuerde mir sogar mit Grammatik usw. helfen …
Wieder habe ich sehr nette Menschen kennen gelernt und ich werde auf meinem Weg von Ost nach West definitiv hier vorbeischauen, auch wenn es ein 3-Tages-Umweg sein wird. Bye Bye zu sagen faellt erneut schwer … doch ich freue mich auch auf BC!
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06
2010
Der eigentliche Plan war, hier in Ontario ein Auto zu kaufen und dann in den Westen zu fahren, bis nach Vancouver bzw. mit der Faehre nach Vancouver Island (grob 4.500 km). Ein Auto zu kaufen waere hier jetzt kein Problem gewesen, doch eine Versicherung dafuer zu bekommen ist ein riesen Drama. Punkt Nummer 1: Ontario akzeptiert meinen internationalen Fuehrerschein nicht und ich braeuchte die Ontario Lizenz. Punkt 2: Wie lange ich in Deutschland ohne Unfall war interessiert keine Sau und ich wuerde als Fahranfaenger eingestuft = sauteuer! „Kauf dein Auto lieber im Westen …“ sagen alle, „dort ist es viel einfacher und viel billiger …“ Also bleibt mir wohl nichts anderes uebrig als mit dem Bus weiter zu reisen – ich checke die Preise und aergere mich, da das Ticket nach Calgary ein Viertel von meinem geplanten Auto kostet.
Doch dann tut sich eine andere Moeglichkeit auf: Noreen faehrt diesen Freitag nach Toronto. Also checke ich die Flugpreise und nur eine Stunde spaeter buchen Clement und ich unser Ticket. Ab nach Vancouver! British Columbia ich komme! BC ist das, worauf ich mich schon die ganze Zeit ueber am meisten freue! Denn dort erwartet mich die Landschaft, die man sich vorstellt wenn man nur den Namen Kanada hoert. Berge, die Rocky Mountains, glasklare Seen, Kueste und jede Menge „into the wild“. Ich dachte es dauert noch Monate bis ich dort ankomme und jetzt fliege ich diesen Freitag hin! Sicher, ein Flug ist nicht so abenteuerlich wie eine Fahrt im Auto, doch ein Auto ist nicht drin und der Flug ist um einiges guenstiger wie das Busticket nach Calgary. Zudem bin ich in 5 Stunden auf der anderen Seite Kanadas und muss nicht fuer einen Bruchteil der Strecke zweieinhalb Tage im engen Bus sitzen ;o)

Rainbow
Clement bleibt dann in Vancouver – ich hingegen werde auf die Fahere steigen die nach Nanaimo auf Vancouver Island faehrt. Von dort werde ich den Bus nehmen und bei der Arrowsmith Farm (nein – nicht Aerosmith) aussteigen. Mein naechster wwoofer Platz: eine Alpaka Farm! Auf Vancouver Island Anfang Juni so kurzfristig einen Platz zu bekommen und dann auch noch einen so coolen Platz, ist wie ein Sechser im Lotto ;o) Auf der Arrowsmith Farm, einen Steinwurf von der Kueste entfernt, gibt es mehr als 85 Alpakas die gefuettert werden wollen. Die Tiere erfuellen unter anderem therapeutische Zwecke und helfen Menschen im Rollstuhl oder zum Beispiel bei der Genesung von Hirnschlaegen. Die Alpaka-Babys brauchen neben viel Umarmungen auch ein „Halfter-Training“, welches man mir zeigen wird ;o) Momentan sind bereits 9 wwoofer auf dieser Farm, die alle in einem zur Farm gehoerenden Trailerpark leben. Sue, der die Farm gehoert, ist eigentlich ausgebucht und „nimmt mich trotzdem auf“. Wo ich die ersten Tage untergebracht werde steht noch nicht fest doch am 10ten Juni kann ich (zusammen mit einem anderen „girl“) endlich in einen Trailer ziehen! Ye Haa!
Hier noch ein paar Bilder von der Alpaka Farm:

Baby Alpakas need halter Training and hugs ;o)

Wwoofer Trailer Arrowsmith Farm

Wwoofer Trailerpark Arrowsmith Farm
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