Nadine Spezial die 3te
27 05 2011Als Geburtstagsgeschenk fuer Jim und Sue habe ich solange ich zuhause in Deutschland war ein Fotobuch gemacht. Die haben es deren Freunden Ed & Judy (siehe Shearing Day) gezeigt, und die wiederum haben es ihrem Sohn Mark vorgelegt.
Judy rief mich an, da Mark einen „Hochzeitsfotografen“ sucht. Ich hab gleich abgelehnt, da Hochzeitsbilder sehr heikel sind (und ich es schon einmal vermasselt habe …) und ich zudem ihren Sohn noch nie getroffen habe. Doch dann rief vorgerstern Mark an, ob wir uns treffen koennten, er wuerde mich gerne „engagieren“ um „Schnappschuesse“ von der Hochzeit zu machen. Alright – ich stimme einem Treffen zu, Freitag 17 Uhr bei Judy. Immerhin habe ich jetzt eine digitale Spiegelreflex auf der ich die Bilder sofort checken kann …
Dann war heute Freitag:
16:00 Uhr: Ich mach Feierabend und renne zur Saunahuette um mich umzuziehen.
16:10 Uhr: Ich huepf in meinen Nissan und mach mich auf den Weg. Es regnet wie Sau und ich bin voll auf den Highway Feierabend Verkehr konzentriert.
16:55 Uhr: Ich komme bei Ed & Judy an, wo ich Braut und Braeutigam treffe.
17:00 Uhr: Ed bringt eine Runde Bier und wir setzen uns alle an einen Tisch, um raus zu finden was das Brautpaar fuer Bilder will und ob ich es umsetzen kann.
17:06 Uhr: Mein Fuss kribbelt etwas.
17:10 Uhr: Mein Fuss kribbelt etwas mehr. Doch mitten im Gespreach mit Menschen die ich erst getroffen habe, beschliesse ich es zu ignorieren.
17:15 Uhr: Wir sind uns einig – ich mach die easy-going Schnappschuesse die sie wollen. Ausschlaggebend war vermutlich, dass ich in der Stretch Limo mitfahren darf. Oder die „open Bar“ mit allem was das Herz begehrt. Vielleicht aber auch einfach die Vorstellung von einer Hochzeit mit Trauung am Meer und anschliessender Party auf dem Grundstueck am See – keiner faehrt mehr heim, alle (150 Gaeste) werden campen!
17:16 Uhr: Wir gehen alle auf die Veranda um eine zu rauchen.
17:17 Uhr: In meinem Schuh bewegt sich etwas, definitiv – ich werd hektisch, breche mitten im Satz ab und stuerme zum Gelaender: „Sorry guys – but there’s something in my shoe!“ Ich kicke meinen Schuh vom Fuss und was faellt heraus? EIN GECKO! Ich hatte einen *freacking* Gecko im Schuh! Und nicht nur das. er muss schon in meinem Schuh gewesen als ich meine Schuhe angezogen habe! Sprich ich habe ihn von Qualicum nach Lantzville gefahren!
17:18 Uhr: Ich, auf einem Bein huepfend, schreie und kreische. Es schuettelt mich und ich kann der armen Gecko nicht einmal ansehen. „He’s alive“ – lacht Mark. „But I dunno how to tell you – looks like there’s a part of his tail missing …“ Sprich“ Der Gecko lebt – aber es fehlt ein Stueck von seinem Schwanz …“ Ich schreie und kreische noch mehr, waehrend alle sich vor Lachen wegschmeissen und Mark meinen Schuh untersucht um den Schwanz zu finden. „Shoe is empty!“
17:19Uhr: Mit der Vorstellung der Schwanz „klebt“ an meinem Socken wir mein Gezeter natuerlich nicht weniger und wahrend ich in den Himmel schreie untersucht Mark meinen Socken. „No tail!“ Mein Schreien flacht etwas ab. Ich frage ihn ob er sich ganz sicher ist und er verspricht hoch und heilig keinerlei Gecko-Teile an meinem Socken.
17:20 Uhr: Ed, Judy, Melissa (Braut) und Mark schmeissen sich natuerlich noch immer weg. Ed:“ I’m 74 years old, but I’ve never seen or heard anything like it before …“ Der Gecko macht sich aus dem Staub. Ich stehe noch immer auf einem Bein, und wechsle ab zwischen mich schuetteln vor Ekel und lachen ueber mich selbst.
Eindeutig Nadine Spezial die Dritte – mal ganz entspannt zu einem Art „Vorstellungsgespraech“ fahren und ’nen Gecko im Schuh mitbringen. Nach dem „Schlagenvorfall“ hatte ich mir ja vorgenommen alle Schuhe immer schoen auf’s oberste Regalbrett zu stellen. Doch im Laufe der Zeit habe ich das wohl wieder vergessen und die Schuhe einfach vor meiner Saunahuettentuer ausgezogen und abgestellt.

Ab sofort kommen alle Schuhe in meine Huette!
Wo der Schwanz abgeblieben ist will ich garnicht darueber nachdenken. Ich red mir jetzt einfach mal ein der Gecko war schon „schwanzlos“ bevor er es sich in meinem Schuh bequem gemacht hat …
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