Tag 2: Janine & Nadine spezial!

18 07 2011

Den Tag haben wir – mit Sonne! – im Provincial Park Rathtrevor Beach verbracht. Einem bei Ebbe 1km breiten Sandtstrand, mit jede Menge Muscheln, Krebse, …die Janine ganz genau betrachten und untersuchen konnte! Oder auch schon mal rennen konnte wenn sich etwas unerwartet bewegt hat …

Auf dem Rueckweg haben wir unterwegs angehalten und Autos angeschaut:

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Janine und der Mustang ... ;o)

Welcome to Canada <3

Welcome to Canada 😉

So – jetzt kommen wir zum „Janine & Nadine Spezial“ Teil dieses Tages. Am spaeten Nachmittag an meiner Saunhuette angekommen, schl0ss ich gerade die Glasschiebetuer auf, als Janine ploetzlich – total entspannt klingend – sagte:

„Oh Nadine, eine Schlange.“

Die Tuer war gerade mal 10 cm weit offen – dennoch war ich – inklusive Rucksack auf de Ruecken, innerhalb eines Sekunden Bruchteils drinnen. Ja – ich gebe zu ich hab Janine einfach draussen stehen lassen … doch das Wort „Schlange“ hatte schon gerreicht um mich in Panik zu versetzen. „Wo? Wie sah sie aus?“

„Sie ist unter deinen Kuehlschrank und sie war rot.“

Ich bekam noch mehr Panik, denn wir haben hier keine roten Schlangen. Und generell, egal welche Farbe, ich wollte das Ding nicht unterm Kuehlschrank der direkt hinter meiner Huette und nur 2 Meter entfernt von meiner ebenerdigen Haustuer steht. Janine wollte sie auch weg haben. Wir fingen an zu suchen. Wenig spaeter entdeckten wir sie auf der kleinen Terasse hinter meiner Huette, mehr braun als rot, doch Schlange:

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Ungebetener Gast

Janine machte erst Bilder und versuchte dann die Schlange zu verjagen (waehrend ich mich ganz feige im Hintergrund gehalten habe). Doch anstatt zu verschwinden, kroch die bloede Schlange nicht weg sondern eher auf Janine zu, blies sich auf und zuengelte auch noch dumm rum. Janine – so hab ich sie noch nie gesehen – drohte der Schlange mit einem langen Stueck Holz an dessen Ende ein Nagel raus stand. „Du Drecksack – ich hau der d‘ Nagel in dein dumme Kopf wenn’d ned abhausch!“

Ich sagte Janine, dass ich mich dann uebergeben muesse und rannte die Hofeinfahrt runter um Tigger – den Schlangentoeter – zu holen. Er war nicht da. Also eilte ich wieder zurueck und schnappte auf dem Weg zwei Mistgabeln.

Janine versuchte die Schlange auf die Zinken zu bekommen doch sie rutschte immer wieder runter. Also verfolgten wir die Schlange hinter der Saunahuette, um sie nicht aus den Augen zu verlieren. Schreiend, zwischen drin ueber uns selbst lachend, Janine immer zorniger werdend weil das dumme Ding einfach nicht weg ging, ich stellenweise wirklich kurz davor mich vor Ekel zu uebergeben. Doch wir mussten sie einfach von der Huette weghaben, sonst haetten wir beide vermutlich nicht schlafen koennen. Irgendwie haben wir sie auf der hintere Alpaka Feld bekommen. Ich noch immer schreiend sobald meine Mistgabel die Schlange beruehrt hat.

Dann artete alles etwas aus – weil die Schlange kehrt machen und Richtung Huette zurueck wollte. „Ich weiss wie mers mache“, hab ich gesagt, die Schlange aufgegabelt (nicht gespiesst – gegabelt), Schwung geholt und geschleudert. Sie flog um die fuenf Meter Richtung weg von der Huette. „Oh ich will auch mal“ sagte Janine und hat die naechsten fuenf Meter uebernommen. Und so haben wir die Schlange abwechselnd ueber das komplette Feld geschleudert – bis hoch in einen Baum am anderen Ende des Feldes.

Mit Sicherheit nicht gut fuers Karma. Doch sie musste einfach weg und wenn sie clever ist haelt sie sich von meiner Huette fern und erzaehlt ihren Kollegen von ihrem Schleudertrauma.

Seit ueber einem Jahr hab ich keine Schlange in der Naehe meiner Huette gesehen, doch wie gesagt, sobald Janine anwesend ist kommt alles aus dem Busch …



Tag 1 mit Janine

17 07 2011

Tag Eins haben wir mit rumfahren, Kaffee trinken und Muffins essen am Meer, sowie Stranderkundung verbracht. Das Wetter war zwar nicht „schoen“, doch ich war schon heilfroh, dass es zumindest nicht geregnet hat! Janine, die saemtliche Steine umgedreht hat um Krebse zu verfolgen, hat eine „Dr.Doolittle Gabe“ – ihre Anwesenheit zieht saemtliche Tiere aus dem Busch/Wald/Meer. Da stuerzt der Weisskopfseeadler schon mal 10 Meter von einem entfernt ins Meer, schnappt sich nen Fisch und fliegt direkt ueber einen hinweg davon. Die Kamera lag natuerlich im Auto – doch hier ein paar Bilder von Tag 1:



Janine kommt zu Besuch!

16 07 2011

Es wurde alles relativ spontan beschlossen. Angefangen hat alles mit einem schoenen Sonnenuntergang. Ich fuhr auf dem Highway, hab in die untergehende Sonne gegrinst und nur gedacht: Jetzt haett ich gerne Janine auf dem Beifahrersitz!

Eigentlich hatte ich darueber nachgedacht von dem Hochzeits-Fotografen-Geld nochmal auf Kreuzfahrt gehen, doch dann kam mir in den Sinn: „Hey – ich wuerde viel, viel, viiieeel lieber Janine einfliegen!“  Dann haett ich 2 Wochen Urlaub mit ihr und koennte jemandem von meiner Familie auch live zeigen warum ich so lange hier herum haenge! Am naechsten Tag (Samstag) wurde gleich geskypt. Janine dachte erst ich mach nur Spass, doch neben dem skypen hab ich nach Fluegen geschaut und einen unglaublich billigen non-stop Hin-und Rueckflug gefunden!

„Janine – du musst dich JETZT entscheiden – denn morgen wird dieser Flug nicht mehr da sein.“ Fuer Janine ein Big-Deal, da sie noch nie alleine geflogen ist und nicht gerade gerne fliegt. Und dann gleich fast 11 Stunden nach Vancouver? Und vor zwei Jahren mit mir in Atlanta hatte sie nicht gerade gute Erfahrungen mit dem Zoll gemacht und dann hier alleine durch den kanadischen Zoll? Doch sie hat JA gesagt! Und kaum hatte sie ausgesprochen habe ich auch schon auf „buchen“ gedrueckt 😉

Ich war natuerlich aus dem Haeusschen, bin im Kreis gerannt und habe jedem 5 mal erzaehlt, dass meine kleine Schwester zwei Wochen zu Besuch kommt! Eine Woche spaeter habe ich auch schon die Faehre genommen um Janine am Flughafen in Vancouver abzuholen! Es hat aus Kuebeln gegossen und ich dachte nur: „Nein, bitte nicht regnen, Janine kommt doch …“

Sie war eine der letzten die durch das Gate kamen, da der Zoll sie als „verdaechtige Person“ rausgezogen und komplett durchsucht hat … Doch sie ist angekommen – hier in Kanada! Und kaum war sie da, wurde das Wetter von Minute zu Minute besser. Mit der S-Bahn ging es zum Busbahnhof, von dort aus mit dem Bus zur Faehre (40 min), mit der Faehre rueber auf die Insel (dauert 2 Stunden) und dann noch ne gute Stunde mit dem Auto zu meiner Huette. Es war Mitternacht bis wir das Ziel erreicht hatten – Janine war bereits seit ueber 36 Stunden auf den Beinen und ich dachte ich traeume, da sie hier in Kanada auf meiner Couch sass 😉

Auf der Faehre nach Vancouver Island

Auf der Faehre nach Vancouver Island - kaum war Janine da hat es aufghoert zu regnen!



Boden an Decke

15 07 2011

Kanadier neigen dazu, alles zu kaufen was ein „Deal“ ist. Auch wenn sie es nicht brauchen und nie brauchen werden, solange man es als Deal verkauft, werden Kanadier es kaufen. Jim und Sue sind da keine Ausnahme – im Gegenteil. So hatten sie zum Beispiel einen Quadratkilometer Holzfussboden auf Lager, obwohl sie keinen Boden brauchten. Doch im Appartment, wo Schlafzimmer und begehbarer Kleiderschrank bereits fertig sind, fehlte es in der Kueche dringend an einer Decke. Da beschliesst der Kanadier schon mal Bodendielen an die Decke zu nageln…

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Und richtig – ich war diejenige die das Vergnuegen hatte eine Woche lang auf einem Geruest zu stehen um aus 30 x 5 cm Bodendielen eine Decke zu basteln. Jede einzelne Diele musste geleimt UND mit zwei Schuessen aus der Nagelpistole angeschossen werden.  Nach ein paar Stunden ueberkopf schiessen wird Caroline ganz schoen schwer sag ich euch …

Doch es ist vollbracht – die Boden ist dran, an der Decke, zwei mal lasiert und fertig ;o)

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Heu Saison

6 07 2011

Es war wieder soweit – Anfang Juli hatte die Heu-hol-Zeit angefangen. Da das Wetter aber noch nicht so war wie es im Juli haette sein sollen – es war kuehl und oft regnerisch anstatt warm und sonnig – hatte der Heu-Farmer nur 3 von insgesamt 9 Ladungen fertig. Auch er hat – wie die ganze Insel – verzweifelt darauf gewartet, dass der Sommer endlich richtig anfaengt.

Da pro Tag aber nur 2 Ladungen machbar sind, war ich ganz froh, dass ich von den insgesamt 117 Ballen erst einmal nur 39 holen konnte. Auch wenn es nur aufladen, fahren und abladen ist – nach 2 Touren fuehlt man sich als haette man jeden Ballen einzeln die Insel hochgetragen.

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Bei Ladung # 1 haben sich gleich mal zwei Spanngurte geloest, natuerlich mitten auf dem Highway, wo ich sie dann auf dem Seitenstreifen auch wieder festzurren musste. Ladung # 2 verlief reibungslos. Doch # 3 hat mich innerhalb von 10 Sekunden um gefuehlte 5 Jahre altern lassen. 4 kleine Baby-Enten haben ganz mutig beschlossen den Highway zu ueberqueren. Schoen hintereinander in einer Reihe, und natuerlich genau vor mir (voll beladen, mit einem Bremsweg von 500 Metern). Obwohl ich angewiesen wurde nicht einmal einem Reh auszuweichen, bin ich ausgewichen – lauthals schreiend – von der rechten Spur auf die linke – einen anderen Truck sowas von schneidend. Ich habe damit gerechnet, dass der Truckfahrer mir saemtliche Varianten von Fingern zeigt, doch auch er ist ausgweichen. Bis in den Gruenstreifen! Als er mich kurz darauf ueberholt hat, hat er gewunken und gelacht. Alle 4 Enten haben es wohlbehalten auf die andere Seite geschafft!



Canada Day

1 07 2011

Was fuer die USA der Independence Day am 4. Juli ist – ist fuer die Kanadier der Canada-Day am 1. Juli. Dieses Jahr wurde Kanada 144 Jahre jung! Ich bin mit Danielle nach Parksville, um dort das grosse Feuerwerk anzusehen. Und es war gigantisch! Geschossen wurde von einem Boot aus und mit den Spiegelungen auf dem Meer war es doppelt so cool!