Englishman River Falls

16 07 2010

Da ich das WE durchgearbeite habe kann ich nun vier freie Tage auf der Farm geniessen, bevor es Montag morgen wieder auf die Alpaka Farm zurueck geht. Gestern, an meinem ersten freien Tag, habe ich eigentlich nur gefaulenzt, in der Sonne gesessen, meinen Blog geschrieben, mit meinem Bruder Andre ueber Skype ein Bier getrunken und abends zwei Filme angeschaut („The Hurt Locker“ und „Dear John“, beide gut :o)).

Heute war ich aktiv, habe gleich morgens meine Kamera eingepackt und bin in den Provincial Park zu den Englishman River Falls gefahren (2km die Strasse hoch). Der Englischman River fliesst, wie schon einmal geschrieben, in einem Canyon. Sprich: Hiking! Man braucht eine knappe Stunde fuer die grosse Runde, bei der man die „upper“ und die „lower“ Falls sehen kann. Es geht Berg hoch, Berg runter und auf Trampelpfaden durch den Regenwald. Obwohl der „lower Fall“ zu wenig Wasser hatte um zu fallen (es hat schon seit Wochen nicht mehr richtig geregnet), hat sich der Ausflug gelohnt – atemberaubend schoener Fluss und sehr viel Gruen!

Und: Ich habe meinen ersten Inukshuk gebaut! Inukshuk sind aufeinander gestapelte Steine, die den Inuit frueher als Orientierungshilfen und Warnhinweise gedient haben. Man findet sie in ganz Kanada, wobei sie heute eher ein „Ich war hier!“ Zeichen sind als dass sie irgend etwas ueber ergiebige Jagdgruende aussagen oder Reisenden als Wegweiser dienen. Also hab ich heute an den Upper Englishman River Falls auch mein „Ich war hier“ Zeichen in From eines Steinmaennchens hinterlassen ;o)

P.S. @ Andre: Ich weiss, du wirst mich fuer die Bilder vom River hassen … aber wie gesagt, ich will dich nur dazu bringen deine Fliegenroute einzupacken und in den Flieger zu steigen ;o)



MOVE THAT BUS!!!

13 07 2010

Dienstag – sprich Jim und Sue kommen aus dem Urlaub zurueck und hier auf der Farm vorbei. Zum Glueck habe ich das Wochenende durchgearbeitet, denn das Haus ist rechtzeitig fertig! Ich will den Truck vorfahren und dann „Move that bus!“ schreien. Doch zum einen macht das ohne Ty keinen Spass und zum anderen sieht das Haus von aussen noch genau so aus wie vor 3 Wochen. Doch: Innen hat sich einiges veraendert. Ich habe 20 Jahre alte Tapete abgekratzt, Waende, Sockelleisten, Regale, Tuerrahmen, Tueren und saemtliche Einbauschraenke gestrichen, abmontiert und wieder angeschossen, repariert und teilweise zerstoert, 3 Tuben Acryl verfugt, 1 Tube Silicon verfugt, abdekoriert, umdekoriert, neu dekoriert, ausgeraeumt, umgeraeumt und geputzt wie eine Irre. Alles was neu gekauft wurde waren die Wandfarben, zwei Badvorleger und ein Duschvorhang, den Rest habe ich hier und auf der anderen Farm in Kellern und auf Dachboeden muehsam zusammen geraubrittert. Da die Farm zum Verkauf steht musste ich alles moeglichst „neutral“ halten und konnte nicht all zu „fancy“ werden …

Das Reultat? Jim und Sue laufen durchs Haus und sind ganze 5 Minuten lang sprachlos. Schliesslich umarmt Sue mich, den Traenen nahe. „Looks like another house …“ – „Awesome job …“ – „I can’t believe it’s the same house …“ Sie versuchen die Farm nun schon seit zwei Jahren zu verkaufen, alle Interessenten liebten das Grundstueck, die Aussicht und den wahrgewordenen Maennertraum der gigantischen Garage, doch sie hassten das Haus von innen … Ich hoffe das wird sich jetzt aendern ;o))

Hier die Bilder – vorher und nachher – damit ihr seht was ich in den letzten Wochen getrieben habe ;o)) Nach deutschem Standard renoviert, verfugt und geputzt! Ich muss zugeben: Ich bin sowas von stolz!



Caroline & ich

10 07 2010

Gestern habe ich bis 2 Uhr nachts gewurschtelt und heute ist es eigentlich viel zu heiss um zu arbeiten … Doch Jim und Sue kommen naechste Woche aus dem Urlaub zurueck und ich habe noch jede Menge Punkte auf meiner to-do Liste. Die gestrichenen Sockelleisten muessen wieder an die Wand und Juhuuuu – Darcy leiht mir seine Nagelpistole „Caroline“ ;o) Ja – die Kanadier taufen ihr Werkzeug. Also schiesse ich die Leisten an die Wand, im Tankini und in harmonischer Zusammenarbeit mit Caroline ;o)

Caroline & Me ;o)

Caroline & Me ;o)



Eye Candy

8 07 2010

Vorteil in Canada: Die Twilight-Filme werden um Vancouver herum und auf Vancouver Island gedreht, zudem laeuft Eclipse schon seit 3 Wochen in den Kinos ;o) Shay hat Teil 1 und 2 gesehen und auch alle Buecher verschlungen, deshalb beschliessen wir ins Kino zu gehen und uns etwas Eye-Candy (etwas fuers Auge) zu goennen! Also fahren wir zur Spaetvorstellung (10:00 pm) nach Nanaimo. Schon im Auto startet die Edward oder Jacob Debatte und reisst nicht ab bis der Film anfaengt. Die medium Popcorntuete (nicht large sondern nur medium!) wuerde einen 10 liter Eimer problemlos fuellen, genauso wie mein medium Pepsi. Ein weiterer Unterschied zum Kino Zuhause: Hier wird geklatscht und gebruellt wenn Jakob ohne Shirt auftaucht ;o) Was so an die 30 Mal im Film vorkommt … Die zwei besten Saetze im Film:

Edward: „Doesn’t he own a shirt?“ und spaeter im Film:

Jacob zu Edward: „I’m hotter than you!“

Ich bin ja mal gespannt wie das ins Deutsche uebersetzt wird. „Ich bin heisser als du?“ Wenn also jemand ins Kino geht um Eclipse anzusehen, bitte lasst mich wissen was aus „I’m hotter than you“ gemacht wurde ;o)

Jep – wir hatten Eye Candy! Und nope – ich bin nicht zu alt um Jungs in den 20ern anzuschmachten ;o) Zu schade, dass kein Mensch weiss wo genau auf der Insel der 4te Teil gedreht wird …

Edward-vs-Jacob

Edward-vs-Jacob



Englishman River

8 07 2010

28 Grad um 10 Uhr morgens – gegen 14 Uhr ist es zu heiss um zu arbeiten, deshalb lass ich es fuer heute gut sein und gehe mit Danielle, Shay und den Hunden zum Englishmen River. Was anstrengend ist, ist der „Hike Down“, denn der Fluss kommt direkt aus den Bergen und fliesst in einem Canyon, sprich wir muessen durch den Regenwald marschieren und hinunter klettern. Doch es lohnt sich – glasklares Wasser, glatte Felsen und Steine, Stromschnellen und dazwischen perfekte Pools die schoen tief sind. Danielle ist innerhalb von nur 5 Minuten im Wasser, kein Wunder, sie schwimmt ja auch jedes Jahr am 1ten Januar den „Polar Bear Swim“ mit (ja – sie ist ein bisschen verrueckt ;o). Shay braucht circa eine halbe Stunde bis sie im Wasser ist. Ich versuche es, doch bis zum Bauch im Wasser spuere ich schon nach nur 1 Minute wie sich in meinem europaeischen Koerper eine Blasenentzuendung ankuendigt! Da ich stur bin gebe ich erst auf, als nach circa 5 Minuten meine Beine taub werden! Definitiv zu kalt fuer mich! Ab und zu meine Zehen ins Wasser haengen reicht vollkommen aus um mich abzukuehlen ;o)



Sommer

7 07 2010

Ob in Toronto, Niagara, Collingwood oder Val Gagne – an allen Orten war es lt. den Einheimischen ueberall viel zu warm. Hier auf Vancouver Island war es anscheinend zu kalt fuer die Jahreszeit, mit 18 bis 25 Grad tagsueber und Fleecejacke-Temperaturen am Abend. Doch jetzt ist der Sommer da! Strahlend blauer Himmel, knalle heisse Sonne und 30 Grad Plus! Da die Farbe schneller trocknet als ich streichen kann dehne ich meine Mittagspause aus – Fussball Halbfinale! Ich sitze in schwarz/rot/gold (Deutschland Flip Flops) auf der Couch und registriere nach einer halben Stunde, dass ich die Jungs auf englisch anfeuere. ??? Vermutlich weil die Kommentatoren Englisch sprechen??? „There comes Lahm“ – „Swinesteiger“ – „They have to watch Klose – he is a predator!“ – „Joakim Loew“ … Ich schreie so laut wie meine Mama (also sehr laut und beinahe hysterisch) – „No, no, no, no, no …“ – „Yes, yes, go, go, go, run, run, faster!“ – „Ooooh, you son of a bitch!“ Meine Lieblingsnachbarn hoeren mich und schauen vorbei um sicher zu stellen, dass es mir gut geht. Deutschland verliert – schnief. Ich streiche weiter …

schwarz/rot/gold

schwarz/rot/gold



Girls Weekend

4 07 2010

1ter Juli ist Canada Day, Feiertag (wie der 4te Juli in den USA) = langes Wochenende! Danielle spricht schon seit Tagen von ihrem traditionellen Girls Weekend und deutet ein paarmal an mich zu entfuehren. Da sie Mittwochabend jedoch schon weg ist als ich vom Einkaufen zurueck komme, rechne ich mit einem ruhigen Wochenende. Ich sitzte mit Darcy und Shay Freitagabend bis zwei Uhr nachts am Lagerfeuer, skype dann noch bis drei Uhr und schlafe auf der Couch ein. Um sieben Uhr klingelt mein Wecker, ich schalte den Fernseher ein um mir das Deutschlandspiel anzusehen. Mit meiner Kaffeetasse in der Hand gehe ich nach dem Spiel nach draussen, da steht Darcy und grinst. „Danielle hat eben angerufen, sie ist auf dem Weg um dich abzuholen.“ Da faehrt Danielle auch schon in den Hof. „Ready for the Canadian Girls Drinking Team (CGDT)?“ Nope – ich bin noch nicht einmal wach. Ich soll meine Sachen packen und ich werde auswaerts schlafen … Okaaaayyyyy …

Wir fahren nach Nanaimo, wo Danielles Freundin Julie wohnt, in einem Hammergeilen Blockhaus. Der Herr des Hauses wurde uebers lange Wochenende zum Angeln geschickt, damit 8 Maedels Party machen koennen. Julie, Danielle, Tara, Trish, Sherryl, Lilah, Christy Ann, Marie – und ich als Newbie. Man erklaert mir die drei goldenen Regeln des Canadian Girls Drinking Teams. Nummer 1: Keine Maenner und keine Kinder, nur Spass. Nummer 2: What happens on the party, stays on the party – kein Partybild darf auf Facebook etc veroeffentlicht werden. Nummer 3: Wenn du nicht mehr kannst, geh schlafen. Wenn du woanders als im Bett schlaefst (Couch, Boden, usw) bist du Freiwild und darfst angemalt, geschminkt, frisiert, rasiert, … werden.

Ich merke schnell, dass ich fuer das CGDT noch trainieren muss. Der Mixer mixt rund um die Uhr Mageritas, die Maedels sind super cool und wir haben Spass. Den Sonntag verbringen wir am wunderschoenen Nanaimo River. Wenn ich mehr Details preisgebe werde ich „gekillt“ – hier die Bilder, die ich zeigen kann ohne gehaeutet zu werden ;o)



Arbeitsalltag

30 06 2010

Ich bin noch immer auf der Verkaufs-Farm, renoviere und streiche. Um mehr Zeit hier raus zu schlagen habe ich angeboten alle Sockelleisten und Einbauschraenke zu streichen – und ruck zuck hat man mir Farbe gekauft ;o) Der Flur, zwei Schlafzimmer, zwei Baeder und die Kueche sind schon fertig gestrichen – fehlen noch der Eingangsbereich und ein weiteres Schlafzimmer, plus alles was an Schraenken usw. gestrichen werden muss.

Es hat sich schon eine gewisse, sehr angenehme Routine eingeschlichen. Ich stehe zwischen 8 und 9 Uhr auf, der Kaffee ist dank Zeitschaltuhr schon fertig, ich fruehstuecke gemuetlich, immer draussen, ich lasse die Hunde rein und fange an zu streichen ;o) Und ich liebe streichen ;o) Abends, wenn Darcy und Danielle von der Arbeit zurueck sind, brennt eigentlich immer ein Lagerfeuer und wir haengen rum ;o) Danielle und ich fahren zum Beer Store bis das Feuer brennt, oder ich fahre alleine kurz zum Beer Store um mir was schoenes zu kaufen. Wir lachen viel – vor allem wenn ich mal wieder einen „Nadine Spezial“ bringe, wie zum Beispiel mir meinen Rotweinbecher selbst aus der Hand zu schlagen, oder barfuss mit dem kleinen Zehen am Carport haengen bleiben und dann stumm weinend den Pfosten umarmen …

Ach ja: Das erste was ich Montag gemacht habe war Feueranzuender kaufen! Und sobald Danielle und Darcy von der Arbeit zuruekc waren habe ich die „Bitch“ in Brand gesteckt! Lichterloh und mit nur einem Feueranzuender ;o) Wer sagt ich kann kein Feuer machen? Gib mir einfach einen Feueranzuender und los gehts!

Hier noch ein paar der Bilder, die Danielle am Sonntag mit Ihrer Kamera gemacht hat:



Der Berg ruft

28 06 2010

Ich habe hier, auf der Hausbaukommando-Farm, mega Spass ;o) Dies liegt vor allem an meinen tollen Nachbarn, Danielle und Darcey.Heute ist „up to the mountain“ Tag – sprich wir laden den Truck mit Essen, Getraenken und Ueberlebensausruestung voll, packen die Hunde ein und trinken einen „Cider“ (Apfelirgendwas mit 7%) bevor es den Berg hoch geht. Ye Haa! V8 Allrad – es ist zwar ein Ford, doch er ist trotzdem irgendwie cool und ich realisiere schnell, dass er beinahe senkrecht die Fels/Geroellwand hochfahren kann.

Der erste Stop: Aussicht geniessen und Hunde rennen lassen ;o)

Beim zweiten Stop platziert Darcey leere Bierdosen in einiger Entfernung und ich denke noch „der wird doch wohl nicht …“ Doch er wird – er hat seine Flinte/Gewehr/Kaliber 22 was auch immer dabei und will mir das Schiessen beibringen … Ihr erwartet jetzt alle, dass ich ihn zum Teufel gejagt habe weil ich Waffen jeglicher Art hasse. Im Gegenteil – ich habe die komplette Munition verballert und beinahe geheult als nix mehr da war. Vermutlich weil er meinen Ehrgeiz geweckt hat indem er sagte ich wuerde eh nicht treffen … Und ich habe getroffen ;o)) Zwar nicht mit jedem Versuch aber ein paar Mal, anscheinend fuer das erste Mal ganz schoen gut. Und hey: Ich habe nur einen Cider getrunken und auf leere Dosen geschossen – Darcey schiesst seit er laufen kann, er hat mir saemtliche Sicherheitsvorschriften ganz genau erklaert und die ganze Zeit ueber aufgepasst was ich mache.Ich habe selbst entsichert, geladen und entladen – bis nix mehr da war.

Beim dritten Stop geniessen Danielle und ich sowohl die Aussicht als auch unsere „Cider „- Darcey saegt in der Zwischenzeit Schwedenfeuer, so wie ich es ihm erzaehlt habe, mit der Motorsaege die er auch dabei hat. Ich versuche eines der Schwedenfeuer anzuzuenden – nur mit Mutter Natur und ohne Feueranzuender – doch ich scheitere am Wind …

An einem glasklaren Fluss mitten im Wald halten wir erneut an. Danielle geniesst ihren Cider, ich brauche nach den vielen 7% und dem ganzen Geschukkel im V8 eine Ciderpause. Darcey angelt derweil und die Hunde gehen baden.

Wir halten noch ein paar Mal an – geniessen die Aussicht. Auf einmal rutscht in einiger Entfernung ein schwarzer Klecks von einem Baum. Es dauert eine Weile bis es Klick macht. „Baer!“ Und tatsaechlich, Mama Schwarzbaer mit zwei Babys pilgert den Berg hoch. Wir haben natuerlich Sicherheitsabstand von 1km Luftlinie gehalten.Nicht nur ich Nicht-Kanadier, sondern auch Danielle und Darcey freuen sich jedes Mal wenn sie einen Baeren sehen, obwohl tagtaeglich einer auf der Wieser hinter den Alpaka-Koppeln sitzt…

Auf dem Weg durch den Wald versuche ich zwischen den Baeumen Hirsche, Baeren usw. auszumachen. Darcy sagt nur: „Du musst nach oben sehen – die Pumas sitzen in den Baeumen …“ Oooooookay …

Wir sind fast den ganzen Tag unterwegs und bis wir wieder auf der Farm ankommen bin ich halb (wenn nicht mehr) angetrunken und durchgeschuettelt. Dennoch versuche ich erneut mein Schwedenfeuer anzuzuenden – wieder nur mit Hilfe von Mutter Natur – und ich scheitere erneut … Ich bruddel also vor mich hin, nenne das Stueck Holz „Bitch“ und schwoere ihr, dass sie brennen wird, sobald ich Feueranzuender gekauft habe. Da faehrt Darcey aus der Garage – und was steht auf seiner Ladepritsche? Ein lichterloh brennendes Schwedenfeuer – doppelt so gross wie meins, welches noch immer nicht brennt. Waehrend er das Feuer ablaedt und direkt vor mich auf den Boden stellt, natuerlich nur weil es kalt ist und nicht um mich zu aergern, oeffne ich noch einen Cider … von Danielle und Darceys Lachen angesteckt.

Alles in allem: Saugeiler Tag und saugeile Nachbarn!!!!!



Hausbaukommando

25 06 2010

Sue und Jim haben eine zweite Farm, die zum Verkauf steht. Doch niemand will kaufen, da so gut wie alle Zimmer ein Durcheinander an Farben, Accessoires und schrecklichen Tapeten sind. Wenn man hier ein Haus verkaufen will, dann muss es komplett eingerichtet sein und so aussehen als ob jemand darin wohnen wuerde. „Schoen wohnen“ ist vermutlich der Knackpunkt. Deshalb in ich jetzt von Qualicum Bay nach Errington gezogen, um Tapete abzumachen, zu streichen und um umzudekorieren. Hausbaukommando fuer Anfaenger. Nebenan wohnen Darcey (Maennername) und Danielle, die 20 Alpakas, Pferd Charlie, Ziege Clarance und ihre Hunde Yogi & Jessi fuettern. Ich hab das Haus fuer mich allein und kann in Ruhe vor mich hinarbeiten. Darcey und Danielle arbeiten beide, also hab ich den Tag ueber auch beide Hunde ;o)

Hier laeuft schon mal ein Reh samt Kitz an einem vorbei. Es gibt auf Vancouver Island zwar keine Grizzleys, doch es gibt Schwarzbaeren. Das Feld hinter den Koppeln hier gehoert zum Territorium einer Schwazbaerlady, die momentan zwei Junge hat. Wenn man dann morgens mitten auf den Koppeln steht, Kaffee in der einen und Nutella Brot in der anderen Hand, und dann ploetzlich Pferd und Alpakas in den Stall fluechten, dann geht man schon mal rueckwaerts zum Haus zurueck. Und insgeheim hofft man es ist ein Schwarzbaer, denn ein Puma waere noch viel, viel, viel gefaherlicher …

Darcey und Danielle sind Mitte 30 und cool. Mit Danielle war ich gestern schon im Beer Store, der „nur“ die Strasse runter ist. Heute waren wir nach Feierabend mit den Hunden im Provincial Park um zu „hiken“, doch die Sonne war schon weg und ich konnte keine guten Bilder machen – deshalb muss ich da noch einmal hin wenn die Sonner scheint ;o)

Und nach dem Hike gab es kaltes Bier ;o)

Ach ja – Ben Babyrobbe geht es gut ;o) Er hat ist zwar noch nicht ganz ueber den Berg, doch er ist auf der Babystation, wird 5 Mal am Tag gefuettert und wird von Tag zu Tag staerker :o)

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