Shearing Day – Probelauf

21 05 2011

Wie soll es auch anders sein – die ganze Woche scheint die Sonne, doch dann, wenn 60+ Alpakas und 4 Llamas geschoren werden sollen, faengt es ueber Nacht an zu regnen! Unser „Shearing Day“ fiel somit ins Wasser – doch Ed & Judy (Freunde von Jim und Sue) mussten ihre Alpakas scheren, da die schon verkauft waren – und zwar ohne Wolle!

Sprich alle Mann ab ins Auto und ab nach Lantzville, um zu helfen. Es waren zwar nur 5 Alpakas und 4 Angora Schafe doch das hat gereicht. Was fuer ein Chaos! Sieht schon ganz schoen grob aus, denn die Neuseelaendischen Schafscherer die Alpakas auf den Tisch „schmeissen“ und festbinden, um ihnen an die Wolle zu gehen … und dann arbeiten bis zu vier Leute gleichzeitig – Wolle ab, Manikuere, Zaehne abschleifen, impfen … Garnicht zu sprechen vom Durcheinander wenn die Alpakas eingefangen und zum Tisch „gewrestelt“ werden. Doch die hielten wenigstens an wenn man die Arme hochreisst und den Weg versperrt. Bei den Angora-Boecken ging einfach nur der Kopf runter und sie rannten quer durch die Mitte …

Unser ‚grosser“ Shearing Day wurde auf Ende Juni verlegt – und ich bin mal gespannt was das fuer ein Megachaos gibt …



Versprochen ist Versprochen

17 05 2011

Weiter geh’ts mit dem Blog!

Die 8 Wochen zuhause waren wunderschoen und viel zu schnell vorbei! Ploetzlich, und obwohl die Anreise kompliziert und lange war, bin ich wieder auf Vancouver Island!

Anstatt Elstern und Tauben schreien wieder Adler und Moewen. Nach wochenlanger Trockenheit und  Sonne, weiss ich nun auch wieder wie es sich anfuehlt wenn man vom Regen durchnaesst ist (Samstag und Sonntag hat es nur geregnet). Ich greife staendig ins Leere, weil ich Gaenge durchschalten will die mein Nissan eben automatisch durchschaltet. Kein rechts vor links mehr, wer erster anhaelt faehrt auch wieder als erstes los! Alpakas starren wieder zu meinen Fenstern herein. Schwaebisch funktioniert hier nicht – ich muss ploetzlich wieder englisch sprechen ;o) Es gibt keine Bretzeln mehr (die fuenf Bretzeln die ich eingeschmuggelt habe um hier zu zeigen was ich vermissen werde, habe ich ausnahmslos alle selbst gegessen und NICHT geteilt).

Ich geb zu dieses Mal war es schwerer „zu gehen“. Vermutlich weil man nach einem Jahr Abwesenheit ploetzlich Dinge zu schaetzen weiss, die vorher eben ganz selbstverstaendlich waren. Um das jedoch genau zu erklaeren fehlen mir die Worte … Es ist ein hin- und hergerissen sein, das man selbst erlebt haben muss. Und ich war die ersten zwei Tage hier mindestens doppelt so verwirrt wie an den ersten zwei Tagen wieder zurueck in Deutschland. Viele von euch koennen sich meinen Geisteszustand dann ausrechnen …

Doch: Zum Glueck liegt das Meer vor der Haustuere! Alle hier haben sich gefreut, dass ich wieder da bin. Auch Hund Bella hat gleich kapiert, dass die Tane mit den Leckerlis wieder da ist. Und nach zwei Tagen Regen kam gestern dann die Sonne raus, auch heute war das Wetter herrlich.

Ich freue mich jetzt einfach auf noch einen Vancouver Island Sommer ;o)

gleich mal ans Meer!

gleich mal ans Meer!

Wilkommen zurueck Geschenk von Darcy & Danielle ;o) Kraueter & Blumen

Wilkommen zurueck Geschenk von Darcy & Danielle ;o) Kraeuter & Blumen

Aussicht im Rueckspiegel: Monstertrucks

Aussicht im Rueckspiegel: Monstertrucks



Die Kreuzfahrt

11 03 2011

War ungaublich! Unglaublich schoen ;o) Nachdem ich die erste Nacht PERMANENT die Kloschuessel umarmt habe war ich den Rest der Kreuzfahrt auf Reisetabletten – doch die haben geholfen und konnte geniessen! Das Wetter haette besser nicht sein koennen, Delfine & Seehunde & Wale, Essen rund um die Uhr wie ein Koenig, schoene Strande in Mexiko, leichte Briese, kein Sonnenbrand und zum Abschluss noch Stadbummeln in San Diego ;o)

Jede Menge Bilder:



Wenn Engel reisen …

24 02 2011

… dann bricht noch einmal das Schneechaos herein um das Reisen etwas schwerer zu machen! Juhu!  Anstatt morgen frueh brechen wir also heute Abend schon auf – sprich in 2 Stunden und ich dachte ich haette den ganzen Abend um gemuetlich zu packen …

Wie auch immer, ich bin dann mal weg – Vancouver / Seattle / San Diego und Mexiko ich komme ;o) Ade Schnee und Hallo Sonne!

Such die Hofeinfahrt ...

Such die Hofeinfahrt ...



Wandschrank

23 02 2011

Inch und Feet verwirren mich nach wie vor und fuer mich ist es einfach unlogisch, dass 12 inch = 1 foot sind. Warum nicht 10? Das wuerde das Rechnen viel einfacher machen! Und wenn es dann zu square foot kommt bin ich geradezu hilflos … Ganz zu schweigen von Autos die 49 Miles per Gallon fahren – wieviel Liter braucht das Auto jetzt auf 100 Kilometer??? Witzig sind auch immer die typischen Jim/Nadine Diskussionen: „Aber das macht doch keinen Sinn, Jim!“  – „Aber du bis jetzt in Kanada, Nadine – also mach es auf die kanadische Art!“

Es ist ein Wunder, dass der Wandschrank was geworden is – sollte ihn wohl besser als begehbaren Kleiderschrank bezeichnen! Jim wird Regale usw. anbringen waehrend ich mich in Mexiko sonne / bzw. verbrenne ;o) Mein Dank geht an Bob im Heimwerkerladen, der mich davor bewahrt hat „Innen-Echschienen“ an „Aussen-Ecken“ zu spachteln (nachdem Jim mir die Innen-Echschienen als kanadische „Aussen-Eckschienen verkauft hatte ;o)



House Sitting

22 02 2011

Ilona, Ilona … du bist jetzt ohne Zweifel eine Mama! Subtile Gewissens-Beeinflussung! Ein Satz von dir und schon hab ich ein schlechtes Gewissen weil ich meinen Freunden nicht erzaehle was so bei mir los ist! Doch du hast ja Recht – die chronische Blog-Vernachlaessigung muss aufhoeren ;o)) (jetzt – wo das Jahr beinahe um ist …. ;o)

Also: Das Auto laeuft (klopf auf Holz)! Ich lerne dazu – zum Beispiel vor einer den-Berg-hoch-Tour pruefen ob alles gut fest ist – denn von meiner ersten Tour bin ich mit einer Radkappe und einem Nebenscheinwerfer weniger zurueck gekommen ;o) (@Heike: Duck Tape ist staendiger Begleiter im Handschubfach)

Qualicum Bay 8 Uhr morgens

Qualicum Bay 8 Uhr morgens

Ansonsten bin ich seit einer Woche „House-Sitter“. Ich wohne in einem netten Haeuschen im Gruenen (ca. 10 Minuten von der Farm entfernt), fuettere zwei Katzen plus einen Hund und verdiene etwas Tequila-Taschengeld extra.

house 1

house 2

Der Hund ist „nur“ ein Jack Russel namens Lucy, doch die hat mich schon einige Nerven gekostet. Zum Beispiel bin ich in meiner ersten Nacht hier bis 4 uhr morgens im Busch rum gekrabelt (im stroemenden Regen), da Lucy beschlossen hatte Waschbaeren zu jagen … Juhu. Und ich bin zwar kein grundlegender Schisser, doch wenn der Hund nachts ohne ersichtlichen Grund knurrt und bellt wird es ploetzlich beunruhigend ganz allein mittem im Wald zu wohnen. CSI, Authopsie und viel Phantasie erledigen den Rest und man wuenscht sich der Jack Russel waere ein Rottweiler! Die Loesung (nach 4 schlaflosen Naechten): Lucy schlaeft jetzt im begehbaren Wandschrank (inkl. Wasser und Kuscheldecke) – der einzige Raum ohne Fenster und nur so bellt sie mich nicht durch die Nacht. Eine der Katzen ist stolze 18 Jahre alt – sieht jedoch aus wie 81 Jahre. Sie atmet wie Darth Vader, zumindest fuer gewohnlich – zweimal war sie ploetzlich so still, dass ich den Puls kontrolliert habe … doch sie ist wohl auf ;o)

house 3

Es ist seltsam ploetzlich so viel Platz zu haben! Und Kabelfernsehen! Sonntag habe ich mein erstes Daytona 500 LIVE gesehen – also nur live im Fernsehen … aber immerhin live und nicht mit einem Tag Verzoegerung!

Auf der Farm wurde endlich mit dem „Apartment“ angefangen – die Dachwohnung ueber der Lodge die bisher nur Rohbau war. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich Rigiswaende hochgezogen, verputzt und abgeschliffen. Um zu ueben habe ich mit dem Wandschrank angefangen – es fehlt noch eine Schicht Farbe und ich bin fertig – Bilder folgen ;o) Zum Glueck gibt es youtube – da kann man alles lernen, Jim stellt mir immer einfach Material hin und sagt: Mach mal! Und es gibt noch jede Menge „Mach mal“ im Apartment – man koennte meinen Arbeitsplatz als sicher bezeichnen ;o)

Ich bin jetzt noch bis Donnerstag hier, dann gehts zurueck in meine Saunahuette um zu packen und Freitag morgen geht es mit der fruehen Faehre rueber auf’s Festland. Seattle, San Diego und Mexiko ich komme! Sonne und warm- Ye Haa!

Hier noch meine momentane Lieblings Fernseh-Werbung:

sexy comes standard



Mein Pfadfinder

29 01 2011

Ein Jahr um und ich noch immer ohne eigenes Auto? Es ist nicht so, dass ich nicht gesucht haette! Doch den coolen, alten Truck gab es nicht unter nem 7 Liter Hubraum Motor. Der Jeep Cherokee stellte sich als der meist abgeschleppte Auto in ganz Nordamerika heraus und die kleine, sparsame Stadtlimosine kommt die Berge, die ich hoch will, eben einfach nicht hoch bzw. nicht wieder runter.

Ich wollte die Eier legende Wollmilchsau – und das auch noch in Kanada. Ein billiges Auto mit Allrad, unter keinen Umstaenden ein Ford, okay Reifen, okay Bremsen, okay Motor, wenn’s geht mit Gangschaltung und einem fuer kanadische Verhaeltnisse kleinen Motor. Nichts ueber 4 Liter Hubraum, ich besitze leider keine Tankstelle!

Gestern hatte ich endlich Glueck und bin fuendig geworden, bis auf die Gangschaltung. Ein 3 Liter V6 Nissan Pathfinder 4×4 ist jetzt MEINER! Und ich find ihn klasse! Er ist alt, er ist rostig und er hat schon so einiges hinter sich. Ich hoffe er hat noch viel vor sich – Klopf auf Holz ;o) Flaechentechnisch ist von meiner hinteren Chrom-Stossstange schon mehr weggerostet wie noch da ist! Denke das wertvollste am ganzen Auto ist vermutlich das CD-Radio … Mein Pfadfinder:

pfadfinder

pfadfinder 2

pfadfinder 3



Arriba! Arriba! Mexiko!

3 01 2011

Mittlerweile bin ich seit ueber 7 Monaten hier auf der Farm in Qualicum Bay. Jim und Sue, meine Chefs, sind der Meinung, dass ich massgeblich dazu beigetragen habe die beiden inmitten vom Chaos vor dem Wahnsinn zu bewahren. Von Farm renovieren damit sie verkauft werden kann, ueber Lodge entruempeln, Heu holen, alles streichen was sich nicht bewegt bis hin zum putzen oder entruempeln. „Ich mach halt einfach …“ Und obwohl ich unglaublich dankbar fuer den besten Job der Welt bin (zumindest in meiner Welt), liesen sich die beiden nicht von einem sehr aussergewohenlichen Dankeschoen abbringen: Eine 7-Tage Kreuzfahrt nach Mexiko ;o)

Ms Oosterdam in Cabo/San Lucas

Ms Oosterdam in Cabo/San Lucas

Girls-Trip! Sue (62), Justine (52), Kelly (42) und ich (32) werden aufbrechen um den Effekt von viel Sonne und kaltem Bier auf Frauen in ihren dreissigern, vierzigern, fuenfzigern und sechzigern zu testen. Alles, inklusive Fluegen, ist bereits gebucht!

Am 25. Februar geht es mit der Fahre nach Vancouver, von dort aus mit dem Auto nach USA/Washington/Seattle, wo wir den Abend und die Nacht verbringen werden. Am Tag darauf geht es per Flugzeug nach Californien/San Diego, wo wir die Ms Oosterdam entern werden, um auf die Kreuzfahrt aufzubrechen. Haltestellen: Puerto Vallarta, Mazatlan und Cabo San Lucas ;o)

Kreuzfahrt Route

Kreuzfahrt Route

Am 6.Maerz kommen wir zurueck nach San Diego, wo wir dann noch 1 Tag und 1 Nacht verbringen werden, da Michaels Frau die in San Diego wohnt uns die Stadt zeigen wird – California dreamin ;o) Danach fliegen wir dann wieder nach Seattle (ich werd nach Mc Dreamy Ausschau halten) von wo es es mit dem Auto zurueck nach Vancouver Island geht.

Wir vier, Sue, Justine, Kelly und ich, verstehen uns super und haben einen erstaunlich aehnlichen Sinn fuer Humor (vor allem Kelly und ich!). Es wird viel zu Lachen geben! Meine einzige Befuerchtung ist, dass ich Urlaub vom Urlaub brauchen werde … ich werde mein Zimmer bzw. meine Kabine mit Kelly teilen und die singt schon seit drei Tagen ununterbrochen das Tequila Lied …

Doch gute zwei Wochen spaeter flieg ich ja schon wieder nach Toronto und von dort aus nach Frankfurt um zuhause Urlaub zu machen!!!!

Jim und Sue sind unglaublich! Ich habe mich mit Haenden unf Fuessen gewehrt und versichert ein solches Dankeschoen sei nicht notwendig, doch zack, war alles gebucht!  „Ich soll ich nicht so anstellen …“ Natuerlich freu ich mich wie ein Schnitzel! Seattle, San Diego und Mexiko … Hasta la vista, Baby!



Guds Neis!

1 01 2011

Frohes und gesundes 2011 wuensche ich euch allen! Hoffe ihr seid gut gerutscht! Es gab ja jede Menge Aufregendes im Grossraum Bretzfeld, jede Menge Schnee, Schneebars, Raketenabschussrampen, Ballerwettbewerbe, Lasershows … undglaublich! Mittags um 15 Uhr meiner Zeit hab ich ganz dolle and Deutschland gedacht ;o) Und 9 Stunden spaeter hatte ich weder Schnee noch ein Feuerwerk – ich stand um Mitternacht auf’m Berg im Wald, am Lagerfeuer, mit einer Wunderkerze ;o) Doch ich hatte Menschen um mich rum die mittlerweile gute Freunde sind, es gab jede Menge Gelaechter und literweise deutschen Gluehwein! (Ilona: Wie oft musste ich an dich und das 7 Minuten Zeitfenster denken …)

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Hier ein Bild von mir, da einige Beschwerden eingegangen sind dass ich nie Bilder von mir reinstelle (das war’s somit fuer’s erste Quartal). Mehr Bilder gibt es vom Silvesterabend auch gar nicht, da Gluehwein und digitale Spiegelreflex keine gute Kombi sind. Vor allem nicht fuer jemand wie mich – ich stolper schon ohne Gluehwein durch den Wald und lass selbst im nuechternen Zustand Dinge fallen …

Heute Mittag ging es dann (trotz Hangover mit ausgepraegten Kopfschmerzen) mit Danielle und Darcy ans Meer zum Polar Bear Swim! Neujahr 12 Uhr treffen sich dort die ganzen verrueckten aus der Gegend am „Sunny Beach Road“ und gehen schwimen! Ich hab nur zugeschaut und vor Kaelte gezittert! Danach ging es dann ab auf die Couch um Schlaf nach zu holen … ich freu mich auf 2011 ;o)



Sie mal! Frost!

30 12 2010

Es liegt zwar kein Schnee – doch nach drei wunderschoen sonnigen Tagen in Folge beschwere ich mich mal lieber nicht uebers Wetter. Sonnig ist nicht gleich warm, im Gegenteil, es ist ganz schoen frostig! Oben bei Darcy und Danielle hat das Thermometer heute um 21 Uhr stolze – 12 Grad angezeigt. Da braucht man auf der provisorischen Veranda schon mal nen Windfang PLUS Holzofen! Nur so kann man draussen noch ein Bier trinken … woran ich mich wohl nie gewoehnen werde …

Gluehweinwetter! Zum Glueck war in meinen letzten Paketen jede Menge Gluehweingewuerz! ;o))

auf halber Strecke zu Darcy und Danielle

Sternenklare Nacht - auf halber Wegstrecke zu Darcy und Danielle

ich haette mich am liebsten "reingesetzt"

Heizung auf der provisorischen Veranda - ich haette mich am liebsten "reingesetzt"