Wer hat an der Uhr gedreht?

3 11 2010

Haben wir wirklich schon November? Es ist unglaublich wie die Zeit vergeht …

Die Lodge vorher ...

Die Lodge vorher ...

... nochmal vorher ...

... nochmal vorher ...

Die Lodge nacher - aber noch vor dem Umzug

Die Lodge nacher - aber noch vor dem Umzug

In der Lodge geht es vorwaerts – bzw. es ging vorwaerts. Jim und Sue haben ihre Wohnung in Nanaimo verkauft. Sprich ein weiterer Umzug stand an und alles steht jetzt in der Lodge … Doch ich rege mich nicht auf, ich bleibe entspannt. Ich arbeite eben um das Chaos drum herum so gut es geht. Langweilig wird es hier garantiert nicht! Und man zieht hier nicht irgendwie um, ich hatte die Ehre zwei Tage lang mit dem „Alpaca Waggon“ zu fahren. Es ist ein Ex-Gefangenen Transporter, mit dem in der Regel Alapakas herum gefahren werden. Doch er ist eben auch zum umziehen ganz praktisch und faehrt sich wie ein kleiner Sportwagen (und er laeuft gute 140 km/h).

The Beast

The Beast

The Beast

The Beast

Warnung fuer Schwerverbrecher

Warnung fuer Schwerverbrecher

Schwerberbrecher die sich trotzdem verewigt haben!

Schwerberbrecher die sich trotzdem verewigt haben!

Bei jeder Fahrt nach Nanaimo zur Wohnung musste ich mit dem „Biest“ ueber eine Highway Waage (jeder ueber 7 Tonnen muss drueber ;o) Beim ersten Mal war ich dann gleich mal viel zu schnell und bin ueber die Waage ohne gewogen werden zu koennen. Da wurde ich sofort mit ner roten Ampel gestoppt und musste zurueck setzen …

Ansonsten wird es langsam aber sicher kalt (3 Grad als ich heute morgen aus der Huette bin). Da letzten Donnerstag und Freitag lange Umzugstage waren (8:30 – 21:00) hatte ich gestern einen extra Tag frei, den ich dann gleich mal mit Power Shopping verbracht habe. 2 Paar neue Jeans, Wollpullover, Longsleeves, Strickjacken, warme Sweater, Flanell Pijamas, Strickpullover, 2 Paar Boots, Hausschuhe, … Vancouver Island hat das mildestes Winterklima von ganz Kanada, mit normalerweise nur wenig Schnee, mir stehen also keine -40 Grad bevor. Doch laut Vorhersagen und Bauernkalender wird dieser Winter ein Rekordwinter was Schnee betrifft! Jim hat schon Schneeketten gekauft! Und wer wird mit dem Traktor  den Schnee vom Driveway schieben? Ich! Sobald der erste Schnee faellt (nicht vor Mitte Dezember) werde ich Schnee-schiebe-Unterricht bekommen ;o) Ye Haa!

Ach ja! Halloween! Letzten Samstag war ich mit auf einer Halloween Party – ich war ein Cereal Killer. „Cereals“ sind z.B. Cornflakes – doch es wird genauso ausgesprochen wie „serial“ was dann der Serien-Killer weare. Schwarz anziehen, Killer Lederhandschuhe an und Messer in eine Packung Coprnflakes – fertig! Schaetze der Wortwitz geht in der Uebersetzung verloren, doch Elvis, die Mumie, Koenig Arthur, die Blues Brothers, der Joker aus Batman, Alice aus’m Wunderland und der Pink Panther haben sofort verstandan was ich dargestellt habe. Nach der Party ging es noch in eine Bar. Danielle war unser „designated driver‘ – sprich der nuechterne Fahrer – den Sonntag habe ich auf der Couch verbracht und die Saunahuette nicht verlassen ….

cereal killer without dead cereals

Cereal Killer - ohne die toten Cornflakes ...

die toten "Cereals"

die toten "Cereals"



Neu: Videos

18 10 2010

Fotos reichen manchmal nicht aus – ich haette gerne Videos direkt auf meinem Blog aber leider funktioniert das nicht so wie ich will … Deshalb gibt es jetzt eine You Tube Seite auf die ich Videos hochlade ;o)

Ihr wollt mitfahren wenn ich Bier holen gehe? Oder sehen wir Wale Luftholen? Oder die Amerikanische Nationalhymne von NBA Spiel Raptors gegen Clippers hoeren? Das koennt ihr hier:

http://www.youtube.com/user/naku78



Pumas und Adler

17 10 2010

Ich weiss, ich weiss … ich war blog-faul in den letzten zwei Wochen …

Vancouver Island hat die dichteste Puma-Bevoelkerung von ganz Nord-Amerika. Fuer mich war das neu und ich habe ganz schoen gestaunt als ich Pumas gegooglet habe. Warum ich Pumas google? Letzten Mittwoch wurde einer hier gesehen, circa 400 Meter von meiner Saunahuette. Er ist hoechstens ein Jahr alt und frisch von Mama vor die Tuer gesetzt. Noch ist er fuer Menschen ungefaehrlich, vor allem fuer Erwachsene die groesser sind als 1.65. Sollte er den Winter ueberstehen, nur 80% der Jungtiere kommen durch, dann wuerde er naechsten Sommer jedoch zur Gefahr, vor allem fuer die Alpakas. Nur die Wenigsten hier haben je einen „Cougar“ in freier Wildbahn gesehen. Darcey zum Beispiel wohnt hier seit 30 Jahren, geht jagen, angeln und rennt den ganzen Tag im Wald rum, hat jedoch noch nie einen Puma zu Gesicht bekommen. Es ist wahrscheinlicher vom Blitz getroffen zu werden wie von einem Puma angefallen zu werden. Wenn man dann jedoch ein Flugblatt in die Hand gedrueckt bekommt, „Safety Guide to Cougars“, dann schluckt man dennoch.

Regel # 1: Ruhig bleiben und beruhigend auf den Puma einreden.
Regel # 2: Nicht rennen! Langsam rueckwaerts vom Puma weggehen.
Regel # 3: Niemals dem Puma den Ruecken zukehren!
Regel # 4: Tu alles was du kannst um groesser zu wirken!
Regel # 5: Wenn der Puma sich agressiv verhaelt bewaffne dich mit Stecken, Steinen und allem was greifbar ist! Schreie ihn an und ueberzeuge ihn, dass du keine Beute sondern eine Gefahr fuer ihn bist! (juhuu)
Regel # 6: Wenn der Puma angreift, kaempfe ….

Jep – da macht man sich dann keine Gedanken mehr um einen harmlosen Schwarzbaeren der gerne Aepfel klaut. Ich gebe zu, ich wuerde den jungen Puma gerne mal sehen und noch viel lieber vor die Linse bekommen, doch ich wurde davon ueberzeugt, dass es nicht clever ist in den Wald zu sitzen um auf ihn zu warten. Und wir muessen die Wahrscheinlichkeit mit „vom Blitz getroffen zu werden“ ja nicht auf die Probe stellen. Und wer weiss, wo seine Mama sich herum treibt …

Donnerstag Abend wollte ich Clarence ein paar Kartoffelschalen ins hintere Feld bringen. Man muss ueber eine kleine Holzbruecke, die gerade mal einen halben Meter hoch ist, und dort habe ich dann leider eines unserer Alpakas tot aufgefunden. Es hat irgendwie einen Fuss zwischen zwei Holzplanken gebracht, ist von der Bruecke gefallen und hat sich das Genick gebrochen. Ich hoffe der arme Shadow war gleich tot, denn so wie er da hing war es grausam und sehr traurig. Der Fuss ist so fest gesteckt, dass ich ihn nicht einmal befreien konnte. Ich habe dann Michael und Nikkola (Wwoofer aus Frankreich) geholt, es wurde schon dunkel und Shadow konnte wegen dem Puma auf keinen Fall ueber Nacht draussen gelassen werden. Die Jungs haben ihn in die Garage gebracht und Michael hat ihn am naechsten Tag zur „Tierentsorgungsstelle“ gefahren. Schon allein das Wort hoert sich grausam an …

Freitag Morgen habe ich Darcey geholfen Yogi zu suchen. Der haut normalerweise nie ab, war jedoch nirgendwo aufzufinden. Beunruhigend, zum einen wegen dem Puma und zum anderen wegen einem Weisskopfseeadler Paerchen welches hier gerade anfaengt zu brueten. Die Adler haetten keine Muehe einen Cockerspaniel zu holen und wir waren alle froh, als Yogi ploetzlich seelenruhig und munter aus dem Wald heraus spaziert kam …

Was gibt es sonst noch neues … In der Lodge geht es vorwaerts. Ich hasse braunes Acryl, es ist als wuerde man Nutella an die Waende schmieren. Jim und Sue sind mal wieder im Urlaub. Ich habe mit Danielle auf’m Berg auf der Pickup Heckklappe am Lagerfeuer gesessen wahrend Darcey und seine Cousins mit den Motorraedern rum gecrosst sind, und habe festgestellt, dass ich weniger Whiskey vertrage als ich erwartet haette. Ich spiele fast jeden Tag Klavier, wenn auch immer nur die gleichen Lieder. Ich habe zwei Gitarren, eine 12 Saiten Fender und eine 6 Saiten Fender, spiele jedoch mehr Klavier wie Gitarre. Im November gehe ich vielleicht eine Woche nach Whistler um Urlaub zu machen. Charlie das Pferd und Clarence die Ziege „stalken“ mich nach wie vor. Ich hatte mein erstes Thanksgiving Truthahn Essen und habe festgestellt, dass ich kein Fan von Suesskartoffeln bin. Die Mitarbeiter im Beer-Store und Tom’s Food Market begruessen mich mit „Hey Nadine, how’s going?“ – keine Ahnung woher die alle meinen Namen wissen … Und sehr cool: ich habe jetzt Internet in meiner Saunahuette! Sprich ich muss nicht mehr unten im Garten sitzen und mir Frostbeulen holen! Und vielleicht hilft das ja dabei regelmaessiger zu bloggen …

Hier noch ein paar Bilder:



Stromausfall und Mr. Baer

1 10 2010

Ein Schwarzbaer, der einen reifen Apfel kilometerweit riecht, war da und hat ueber Nacht zwei kleine Aepfelbaeume gekillt, zwischen Haupthaus und Garage. Niemand hat ihn gesehen oder gehoert, ich habe friedlich geschlafen als er nachts an der Saunahuette vorbei marschiert ist. Am Tag danach: Stromausfall! Sechs Stunden ohne Strom, natuerlich am Abend und zur Essenszeit. Und erst wenn mal kein Licht brennt registriert man, wieviele Lampen und Leuchten eigentlich auf dem Gelaende Licht machen! Hat sich seltsam angefuehlt mit Taschenlampen auf `BC Hydro`(kanadische EVS) zu warten, vor allem mit dem Wissen, dass der Baer nah ist …

Apfelbaum Nr. 1 - einfach "umgenockt"

Apfelbaum Nr. 1 - einfach "umgenockt"

Apfelbaum Nr. 2 - zerstoert und leer ...

Apfelbaum Nr. 2 - zerstoert und leer ...

Fussabdruck von Mr. Baer - schwer zu erkennen, aber da!

Fussabdruck von Mr. Baer - schwer zu erkennen, aber da!



Mein zweites Care-Paket!

30 09 2010

Endlich, nach tagelanger Vorfreude, ist der Zettel im Briefkasten, dass mein zweites Care-Paket auf dem Postamt abholbereit liegt! Also nichts wie hin. Doch die Dame auf dem Postamt warnt mich schon vor: „Da rieselt etwas weisses aus deinem Paket …“ Okay – ich mache es also nicht im Auto sondern lieber auf meiner „Veranda“ auf. Einen Gruss an den netten, amerikanischen Nachbarn, der beim Zoll arbeitet und Dank dessen Aufkleber nichts konfisziert wurde ;o)

zollfrei ;o)

zollfrei ;o)

Kaum oeffne ich das Paket, fange ich auch schon an zu lachen. Eine Brotbackmischung hat die Reise nicht unbeschadet ueberstanden, ist geplatzt und hat den kompletten Paketinhalt „paniert“. Obenauf einer meiner Lieblingssweater, normalerweise dunkelgruen, ganz unten meine Softshelljacke, normalerweisse schwarz, doch im panierten Zustand beides hellbeige ;o) Ab in die Waschmaschine. Unglaublich wieviel Mehl in einer 500 Gramm Backmischung ist!

"paniert" - ich hab mich weggeschmissen!

"paniert" - ich hab mich weggeschmissen!

mein 2tes Care-Paket!

mein 2tes Care-Paket!

Der Uebeltaeter!

Der Uebeltaeter!

Ich putze alles, Dinkel-Bratlinge, Tomatensauce, Tomatenwuerzer, Parmesan, ganz viel Schokolade (juhuu!), Marmelade, Nachtisch, Vollkornbrot, Kuchenbackmischung, Pesto, Landjaeger fuer meine kanadischen Freunde, … ganz viel Essen! Die geliebte Hagebuttenmarmelade hat den Flug nicht verkraftet und das Glas ist geplatzt … herzzerreissend, doch ich steckes es weg da ich genug habe worueber ich mich tierisch freue! Unter anderem Schwartau Samt ;o) Andre hat selbstgebundene Fliegen (zum Fliegen-Fischen) beigesteuert um mit Howie (einem Indianer der hier arbeitet) Fliegen zu tauschen. Rebecca hat mir das Rezept fuer Zwergenzauberkuchen aufgeschrieben – Ye Haa! – ich liebe Zwergenzauberkuchen und kannn es kaum abwarten einen Versuch zu starten den Kuchen zu backen! Ausserdem hat sie mir auch noch eine CD gebrannt – neue Bilder von Zuhause – awesome! Alina und Amy haben mir wunderschoene Bilder gemalt, die werd ich gleich morgen in meiner Saunahuette aufhaengen! Maedels ihr seid wahre Kuenstler! Superschoen!

wunderschoene Bilder von meinen Nichten ;o)

wunderschoene Bilder von meinen Nichten ;o)

Mein Stativ ist auch ruebergeschippert worden und ich kann endlich mit Licht malen ohne die Kamera auf einen Barhocker stellen zu muessen ;o)

Juhuu!

Juhuu!

An alle die das Paket gepackt und etwas beigesteuert habe: Vielen, vielen, vielen herzlichen Dank! Ich freue mich tierisch, nicht nur weil Essen im Paket ist, sondern weil meine Family sich die Muehe gemacht hat das Paket zu fuellen und es zu mir nach Kanada zu schicken! Danke – Danke – Danke! An Tagen wie heute (Janine hat Geburtstag und ich bekomme ein Paket mit tollen Sachen von Zuhause ;o) vermiss ich euch alle besonders …



Woerterwand

27 09 2010

Letzten Mittwoch hatte ich Halbzeit in Kanada – unglaublich wie die Zeit verfliegt!

Nach sehr, sehr viel Arbeit in der Lodge sieht man endlich Veraenderungen! Nein – ich bin noch nicht fertig, noch nicht einmal mit Raum 1 von ingesamt 4 Raeumen, doch es geht endlich sichtbar vorwaerts. Als ich angefangen habe mit den auserwaehlten Farben zu streichen (jeder hat mich Stirnrunzelnd gefragt ob ich mir mit meinen Farben auch wirklich sicher bin) war das Gruen viel zu gruen und das Blau viel zu blau. Da bin ich ganz schoen ins Schwitzen gekommen … doch am Ende wurde es doch so wie ich es mir vorgestellt hatte.

Die „Woerterwand“ war das, worauf ich  mich die ganze Zeit ueber gefreut hatte! Kreativ sein! Juhuu! Woerter ueberlegen, alles ausmessen, einteilen, auf den PC uebertragen, Schriften aussuchen, ausplottern (mit einem Plotter der nicht gerade sondern kanadisch schief plottert), Schablonen aufkleben (was fuer ein Gefutzel!), zweimal mit weiss ueberstreichen, einmal mit Farbe ueberstreichen und alles vorsichtig abziehen – drei Tage Arbeit. Doch ich war so scharf drauf es fertig zu sehen, dass ich sogar das Wochenende durchgearbeitet habe ;o) Und es hat sich gelohnt!

VORHER - aufgenommen am 19.08.2010

VORHER - aufgenommen am 19.08.2010

NACHHER - aufgenommen heute, 27.09.2010

NACHHER - aufgenommen heute, 27.09.2010

NACHHER - aufgenommen heute, 27.09.2010

NACHHER - aufgenommen heute, 27.09.2010



Streichen und Ziege im Wohnzimmer

17 09 2010

Bisher hatte ich noch keine Woche, in der ich 5 Tage am Stueck in der Lodge arbeiten konnte. Immer kam kurzfristig was zu erledigen, wie Whirlpools, Heu, Umzug, Luftballons, … Und auch diese Woche habe ich nur 4 1/2 Tage in der Lodge gearbeitet, da ich gestern alle Wwoofer die wir noch hatten zum Bus gebracht habe (1 Stunde Fahrt, einfach). Danach musste ich noch Rohre abholen und die zurueck fahren. Es waren zum Glueck nur leichte Kunststoffrohre, doch die waren 20 Foot lang – 3 Foot laenger als der Van mit dem ich unterwegs war. Aber Kanadier fackeln da nicht lange, man schiebt sie einfach durchs Beifahrerfenster raus, biegt sie quer ueber die Front und bindet sie dann an der Stossstange fest.Auf dem Highway hatte ich einen sehr aussergewoehnlichen Windspiel-Sound im Van ;o) (Zitat Jim: „Wenn dich die Polizei anhaelt, dann heul ihnen einfach was auf deutsch vor … „)

Auf Hilfe in der Lodge verzichte ich mittlerweile, da jedes mal wenn ich Hilfe hatte einiges daneben ging. Allein dauert es zwar laenger, doch ich muss mich nur ueber mich selbst aufregen. (Schiebe nie eine Leiter wenn eine Farbdose darauf steht – denn die Dose wird dir auf den Kopf fallen und dein Haar wird „American Walnut gefaerbt“, vom Ansatz bis zu den Spitzen.) Doch ich komme vorwaerts. Nach zwei Schichten Grundierung ist jetzt alles weiss und ich kann naechste Woche mit den Farben anfangen. ENDLICH! An mein zwei-Etagen Geruest habe ich mich mittlerweile auch gewoehnt. Was ich nicht mag, ist die eine oberste Ecke wo ich die Leiter AUF das Geruest stellen muss um dran zu kommen. Doch ich bin vorsichtig! Kein Nadine Spezial die Dritte in Zusammenhang mit dem Geruest!

Das Geruest - immer schon die Bremsen feststellen ;o)

Das Geruest - immer schon die Bremsen feststellen ;o)

Scheisse wenn man etwas fallen laesst ...

Scheisse wenn man etwas fallen laesst ...

links oben ist die bloede, sehr hohe Ecke ...

links oben ist die bloede, sehr hohe Ecke ...

Am Dienstag habe ich das Tor vor meiner Saunahuette nicht richtig zugemacht – schwupps hatte ich Besuch. Clerance stand pletzlich in meinem Wohnzimmer/Esszimmer/Kueche ;o) Er fand meinen Muelleimer sehr interessant und hat sehr gemeckert, als ich den ausser Reichweite gebracht habe …

Ziege im Wohnzimmer

Ziege im Wohnzimmer

Jetzt habe ich erst einmal zwei Tage „streichfrei“ – was mein Nacken und mein Ruecken sehr zu schaetzen wissen ;o)



2 Jobs sind Kanadisch

11 09 2010

So – ich sehe wieder klar und deutlich und der Luftballon hat keine Spuern hinterlassen (bis auf das psychische Knall-Trauma). Gestern konnte ich in der Lodge endlich anfangen zu streichen, besser gesagt zu grundieren, was ich zweimal machen muss damit mein weiss auch wirklich weiss wird. (was wuerd ich geben fuer die Deckkraft einer ALPINA weiss …) Bilder von meinem Job auf’m Geruest folgen naechste Woche.

Heute, an meinem „day off“ habe ich Alex zur Faehre gebracht (schnief) und danach war ich Grosseinkauf machen. Seit letzter Woche koche ich fuer mich selbst, da Jim und Michael nicht sehr kreativ waren wenn es um vegetarische Kueche ging (ich bin Salat-geschaedigt). Weniger Stress fuer die Maenner und abwechslungsreicheres Essen fuer mich ;o) Am Nachmittag habe ich dann meinen neuen Zweitjob angetreten. Darcy’s Mom hat jemand gesucht der ihr Haus putzt und bei 20 Dollar die Stunde sag ich natuerlich nicht nein. Ab sofort werde ich einmal die Woche fuer zwei Stunden zu Judy rueber laufen (10 Minuten) und dort den Staubwedel schwingen. Eine Herausforderung, da Judy Eulen sammelt und das ganze Haus mit Eulen in saemtlichen Variationen vollsteht …  Das coole ist, dass sie absoluter NASCAR Fan ist und das Qualifying laeuft waehrend ich versuche keine Eule zu schrotten …



Emergency Room – Nadine Spezial die 2te

8 09 2010

Einige wollten mir ja einen Sturzhelm plus Knie- und Ellenbogenschoner verpassen bevor ich nach Kanada aufgebrochen bin. Nicht ohne Grund, ich weiss, ich weiss … Fuenf Monate habe ich es geschafft „unfallfrei“ zu bleiben – von blauen Flecken, Schuerfwunden, kleineren Schnittwunden und Sonnenbraenden mal abgesehen. Doch gestern habe ich es geschafft beim Arzt zu landen – und zwar so dumm, wie nur ich beim Arzt landen kann (keine Panik Mama, es geht mir gut!).
Brian`s 22ter Geburtstag! Er lebt in Blockhuette Nummer 3 und da er authistisch ist wird er rund um die Uhr entweder von Kelly oder Howie betreut, die abwechselnd je eine Woche in Huette Nummer 2 wohnen. Kelly hatte eine Party geplant und mich gefagt ob ich morgens kurz beim dekorieren helfen kann. Kein Problem! Nachdem ich Chris frueh morgens zur Faehre gebracht habe (schnieeeeff), sitze ich also auf Kellys Veranda und blase Ballons auf, alle in Herzform und saemtlichen Farben. Brian, der ausser „Ya Ya“ nur Zeichensprache spricht,  lacht sich kaputt, da die Ballons superdick sind und ich echt ein Problem damit habe Luft rein zu bekommen. Beim 16ten und letzten Ballon ist mir schon schwindelig, und dann platzt das verdammte Ding auch noch beim letzten Atemzug der rein sollte. Und er ist nicht nur geplatzt, er ist in drei Teile explodiert, wovon ein Teil mit gefuehlten 800 Stundenkilometern direkt in mein GEOEFFNETES, linkes Auge geschleudert wird. Ich schwoere, es hat sich angefuehlt als haette mit jemand volle Power mit der flachen Hand ins Auge geschlagen. Natuerlich hat es sofort getraent ohne Ende, die ersten 10 Minuten nach dem Einschlag kann ich es nicht einmal aufmachen. Danach kann ich zwar kurz blinzeln, aber es tut hoellisch weh. Kelly versucht es sich anzusehen, doch ich kann es nicht lange genug aufhalten. Nach 20 Minuten ist es geschwollen und so rot wie die untergehende Sonne. Nach einer Stunde tut es noch immer sauweh. Nach 1 1/2 Stunden liege ich auf dem Boden, einen nassen Waschlappen auf dem Gesicht, mit dem Gefuehl als wuerde jemand oder etwas ziemlich unsanft auf mein Auge druecken. Okay, genug, ich muss zum Arzt – wenn es um meine Adleraugen geht will ich nichts aufs Spiel setzen.
Sue und Alex (Wooferin aus Nuernberg) fahren mich nach Nanaimo ins Krankenhaus, 1 Stunde Fahrt. Sue setzt uns ab und wir landen im Emergency Room vom Nanaimo Hospital. Als ich an der Reihe bin raet mir die Aufnahmeschwester in eine Walk-in-Clinic zu gehen, da die im Vergleich zum Krankenhaus mit 700 Dollar nur 60 Dollar kostet. 700 Dollar nur damit ein Arzt sich mein Auge angesehen haette, plus eventuelle Behandlungskosten! (Ich habe zwar eine Versicherung, muss aber erst selbst bezahlen und mir dann das Geld von der Versicherung zurueck holen.) Also wieder aus dem Krankenhaus raus, Sue anrufen, von Sue wieder abgeholt werden und ab in die Walk-in-clinic. Obwohl Feiertag ist (Labour Day) muss ich nicht lange warten und bezahle tatsaechlich nur 60 Dollar. Ich lande in einem Behandlungsraum und warte auf einen Arzt. Die Tuer schwingt auf und wer kommt rein? Die kanadische Antwort auf George Clooney, nur 20 Jahre juenger ;o) Zum Glueck habe ich wenigstens ein Auge mit dem ich sehen kann. Woher ich komme? „Germany“. Ploetzlich faengt er an gebrochen Deutsch zu sprechen. Der Gute hat in der Breiten Gasse in Nuernberg gewohnt und in Deutschland auf’m Bau gearbeitet um sich das Geld fuer sein Medizinstudium zu verdienen. Ich soll ihm in die Augen sehen? Aber sicher doch ;o) Ob ich ihm auch mit beiden Augen in die Augen sehen kann? Nee – das tut weh … Mein linkes Auge wird ausgespuelt, betaeubt und die Netzhaut wird untersucht – nach wenigen Minuten „Entwarnung“ – Netzhaut hat nichts Ernsthaftes abbekommen. Ich habe praktisch einen blauen Fleck auf’m Auge und es wird noch zwei bis drei Tage wehtun.

Ich komme grinsend in den Warteraum zurueck und sowohl Sue als auch Alex sehen mich verwundert an. Dann kommt „mein“ Arzt aus dem Behandlungszimmer und beiden klappt der Mund auf. Und was machen wir drei dann? Wir diskutieren ernsthaft wer wen schlagen soll damit wir uns nochmal in der Behandlungsschlange anstellen koennen …

Merke: Lustballons immer mit geschlossenen Augen aufblasen!



Care Paket

31 08 2010

Ein fettes danke an Janine und Mama! Habe heute mein Care Paket bei der Post abgeholt und der erste Kinderriegel war schon gegessen bevor die Autotuere zu war! Danke! Danke! Danke! Zum Lunch gab es gleich mal Vollkornbrot mit Schwartau Samt Erdbeer Marmelade … lecker! DANKE DANKE DANKE! Freu mich sooooooooooooo und druck euch ganz dolle! ;o)

Danke Mama und Janine!!!

Danke Mama und Janine!!!