Home Depot

2 08 2010

In der Lodge ist ein furchtbares Putzmuster an der Wand – keine Ahnung was die Leute sich dabei gedacht haben. Wie gesagt: KEIN STIL! Natuerlich habe ich mich geweigert einfach darueber zu streichen und es muss weg! Dazu brauche ich einen Handschleifer, vermutlich befinden sich 5 irgendwo auf dem Gelaende verteilt, doch es ist keiner zu finden und niemand hat einen gesehen. Nichts Neues hier. Ich soll einen Neuen kaufen – auch nichts Neues hier. Doch hey – ich werde dafuer bezahlt, dass ich in den Baumarkt fahre um Werkzeug zu kaufen ;o) Ye Haa! Home Depot – vergleichbar mit OBI nur etwas groesser und mit kompetentem Personal. Mein auserwaehlter Schleifer fuer 39,99 $ ist ausverkauft – da bietet mir der Verkaeufer den bessern Schleifer fuer 59,99 $ zum Preis von 39,99$ an. Gekauft! Und auf den Namen „Joey“ getauft ;o)



Weil’s so schoen war …

1 08 2010

… wollen Danielle und ich nocheinmal zu unserer neuen Lieblingsstelle, dieses Mal etwas frueher, damit wir laenger Sonne haben. „Ich kann dich oben an der Waldstrasse treffen“, schlage ich vor, damit sie nicht im Kreis gurken muss um mich abzuholen. Mit dem Rucksack auf dem Ruecken tigere ich also quer ueber die Farm, um ganz oben am anderen Ende vom Gelaende zu warten. Und als ich dann so mitten im Wald stehe wird mir klar, dass ich mitten im Wald stehe. Ich sollte besser etwas Krach machen um die Baeren fernzuhalten, deshalb fange ich an zu pfeiffen. Nach einer Minute registriere ich, dass ich die Titelmelodie von „Die Baeren sind los“ pfeiffe – ein beunruhigender Gedanke. Doch das einzige Lied was mir sonst noch einfaellt ist „Hava Nagila“. Ich stehe also im Wald und pfeiffe ein hebraeisches Volkslied, total schief und begleitet vom klimpern von Glas, weil ich alle 10 Sekunden gegen meinen 6-Pack Karton Cider trete. Waere ich ein Baer gewesen, waere ich losmarschiert um den grausamen Krach zu stoppen. Aber alle Kanadier sagen: „Laerm machen wenn du im Wald bist!“

Als Danielle endlich um die Ecke biegt bin ich masslos erleichtert. Wir fahren den Berg hoch und entdecken Baeren-Poop am Wegesrand, gut, dass ich Krach gemacht habe! Oben angekommen klettern wir den Hang zu den Pools runter und siehe da: Wir haben Sonne! Danielle ist innerhalb von 2 Minuten im Wasser, sie springt einfach rein. Ich brauche eine halbe Stunde und weigere mich ganz unterzutauchen, weil ich Angst davor habe, dass mein Kopf so taub wird wie der Rest von mir. Ich kann euch sagen: Wasser welches direkt vom Berg kommt ist nicht nur glasklar sondern auch sowas von scheiss kalt!

Danielle versucht vom ersten Pool in den zweiten hoch zu klettern und findet keinen Weg. Mich packt der Ehrgeiz, ich versuche es auch, die Bergziege in mir erwacht und ich finde die perfekte Stelle. Wir werden mit einem 5 Meter Wasserfall, weniger tiefen und somit waermeren Wasser belohnt! Schade, dass ich meine Kamera nicht mit hoch nehmen konnte. Und zu dumm nur, dass ich beim hochklettern noch darueber nachgedacht habe wie ich wieder runter komme … Der Versuch auf dem Hintern die Felsen hinunter zu rutschen scheitert und schliesslich muss ich springen … Der Pool ist so tief, dass ich nicht einmal Boden beruehre und als ich wieder auftauche bin ich erst einmal kaelte-geschockt. Es dauerte ein paar Sekunden bis ich „Holy Fuck!“ aussprechen kann. Danielle lacht sich erst einmal halbtot, dann sprint sie als waer garnix dabei …



Exploring

31 07 2010

Hier die Bilder von gestern – Danielle und ich im Truck den Berg hoch – Darcy und Warren auf den Bikes – war ganz schoen holprig. Doch unsere „Exploring“ Tour hat sich gelohnt: glasklarer Fluss mitten im Wald, kein Mensch ausser uns, 3 kleine Wasserfaelle, jede Menge Pools um reinzusitzen und ein sehr entspannter Nachmittag!



Heu holen die 2te

30 07 2010

Ich habe mir vorgenommen oefters und kuerzere Blogs zu schreiben! Mal sehen ob ich taeglich hinbekomme mit mindestens einem Bild. Heute morgen hiess es noch einmal Heu holen und ich war um einiges entspannter als gestern ;o)

Ich bin jetzt seit beinahe 2 Monaten auf Vancouver Island und das Wetter ist der Hammer! Meine erste Woche hats geregnet, doch seither scheint die Sonne. Strahlend blauer, wolkenloser Himmel jeden Tag, immer um die angenehme 25 Grad und nachts kuehlt es richtig schoen ab. Perfekt! Es ist jetzt gleich zwei Uhr mittag und ich mach heute frueher Feierabend! Danielle holt mich gegen halb vier ab und dann geht es mit dem Allrad den Berg hoch, „exploring“ nennen wir das und wir finden immer ein schoenes Plaetzchen an einem Fluss, wo man schoen die „tubes“ (Truck Schlaeuche) reinschmeissen und den Fluss runter segeln kann … Ich liebe Kanada ;o)

narrow gates to get ...

narrow gates to get ...

... another load of hay ;o)

... another load of hay ;o)

This time I have the bigger load - so you better get out of my way ;o)

This time I have the bigger load - so you better get out of my way ;o)



Ich bin dann mal Heu holen …

29 07 2010

Eigentlich wollte ich heute in der Lodge arbeiten. Doch Jim haelt mir seine Pick Up Truck-Schluessel vors Gesicht. „Ich brauche einen Fahrer“, sagt er. „Hier bin ich“, sage ich voller Begeisterung, „wohin soll ich fahren?“ Jim grinst:“ Wir muessen Heu holen“. Oh Shit – wenn Kanadier Heu holen, dann in anderen Ausmassen. Gegen Mittag ging es los – Jim zeigt mir die erste Tour und bei der zweiten bin ich auf mich allein gestellt. Und ich kann euch sagen: Der Highway war noch nie so schmal und kurvig wie heute! Doch ich war tapfer und habe es durchgezogen! 1 Stunde leer Anfahrt mit 100 ueber den Highway, zwischendrin tanken, mit Allrad ueber Felder, durch Tore die kaum breiter waren wie der Truck selbst, Ladung festzurren, mit voller Ladung (4,5 Tonnen Ladung!) Berg hoch und Berg runter, mit 80 ueber den Highway, Augen zu und durch, an der Kueste entlang, ueber one-way Bruecken wo auf jeder Seite gerade mal 5 Zentimeter Platz zwischen Gelaender und Ladung waren … Und ich habs geschafft! Ganz allein! Auch wenn ich mit fast in die Hosen gemacht habe und meine Finger am Ende regelrecht ans Lenkrad gekrampft waren ;o) Hier die Bilder von meiner Ladung Heu – (morgen frueh gehe ich die naechste holen):

my truckload hay - all by myself ...

my truckload hay - all by myself ...

yes - I was nervous!

yes - I was nervous!



Wo soll ich anfangen … ???

28 07 2010

Die Lodge – der Platz aus dem ich ein Cafe machen soll. Garnicht so einfach wenn alles komplett zugestellt und vermuellt ist. Hinzu kommt, dass die Vorbesitzer (Deutsche) echt Pfusch am Bau abgeliefert haben und nicht einmal ein kleines bisschen Stil hatten. Jim und Sue wollten einen Grossteil auf den Dump fahren, sprich: Man braucht jede Menge Geld fuer Sprit und muss dann auch noch pro abgeliefertem kg bezahlen! „Ich kann das verkaufen“, hab ich geschrieen.

Also habe ich angefangen zu sortieren, einen Haufen kaputtes Zeug fuer den Dump, Moebel die ich noch verkaufen koennte, Moebel die fueers Kaffee genutzt werden koennen, … Das Problem: Jim und Sue sind MESSIS! Die kaufen alles was billig ist, in unbegreiflichen Massen,  und wenn ich nicht aufpasse schaffe ich Zeug zur Vordertuer raus, waehrend die von hinten wieder auffuellen! Jedes Mal wenn einer von beiden in der Lodge ist wandert Zeug vom Schrott- oder Zu-verkaufen-Haufen auf den Will-ich-behalten-Haufen … Juhu! Ich habe saemtliches Zeug im Internet inseriert, und da die Lodge direkt am Oceanview Highway ist habe ich einfach mal Zeug an die Strasse rausgestellt. Und? Kanadier lieben Yard-Sales, sprich Garagenflohmaerkte! Wo bekommt man schon einen alten, durchgesessenen, rosa Sessel fuer 10 Dollar? Und sie lieben Smalltalk – super nette Leu! Bis jetzt habe ich schon echt gut verkauft und so langsam aber sicher kriege ich endlich Platz um am Cafe zu arbeiten! Hier die Bilder vom Chaos, bevor ich etwas angefasst habe um auf- und auszuraeumen:



Party Weekend

26 07 2010

Ye Haa – Party bei Danielle und Darcy! Ich freue mich unheimlich uebers WE nach Errington zu fluechten und treffe mit einem deutschen Kartoffel Salat plus Pesto Salat Samstag Mittag 12 Uhr ein. Pot Luck – sprich jeder bringt etwas mit ;o) Ab 12:30 mittags laeuft der Mixer und ich trinke zum ersten Mal seit mindestens 10 jahren wieder Tequila – als Erdbeer Magarita garnicht schlecht. Ich helfe Danielle mit dem Essen, wie trinken Magaritas und ab 15 Uhr treffen schon die ersten Gaeste ein, alle in Campern, mit denen sie auf dem Feld hinterm Haus parken damit keiner mehr fahren muss.

Die Party is absolut entspannt, alle sind super nett und sitzen in und um die Garage verteilt auf Klappstuehlen, die Haelfte der Anwesenden traegt Cowboyhuete. Nicht weil es cool aussieht, sondern weil es echte Cowboys sind … Wow ;o) Alle Kinder duerfen eine kleine Runde auf Charlie dem Pferd drehen und die groesseren Kinder spielen mit dem Mini-Bike (1 Gang Mini Motorrad). Sobald einer meinen Akzent hoert und mitbekommt das ich aus Deutschland komme geht die Fragerei los – aber auf sehr nette Art und Weise. Innerhalb von 3 Stunden habe ich mehrere Adressen auf der ganzen Insel verteilt, falls ich mal eine Couch zum Schlafen oder Sight-Seeing Tour brauche ;o)

Das Essen ist gigantisch, ich werde mit Champignon-Burgern verwoehnt und da Pot Luck Abend ist, hat jeder das mitgebracht was er am besten kann. Krautsalat zum sterben und Dipps zum hinwegschmelzen … Sobald es dunkel ist brennt ein Lagerfeuer und im Nu sind vier Gitarren ausgepackt. Hier spielt irgendwie jeder – und nicht nur so halbwegs, songern so gut, dass ich brav meine Finger von den Gitarren gelassen habe. Gegen 3 Uhr nachts laesst es hinter mir einen Schlag – einer der Jungs hat ein schwazes Auto uebersehen und ist volle Karacho mit dem Mini-Bike gegen gefahren. Ich sehe nur Blut sein Gesicht hinunter stroemen und halte mich brav raus. „Tut garnicht weh“, sagt der betrunkene Nicht-Cowboy Mitte 20 namens Morgan immer wieder. Er ist tapfer, wird in der Garage versorgt und verlangt eine halbe Stunde lang nach einem Spiegel. Als man ihm den dann gibt wird er gruen im Gesicht und faengt an zu zittern. Ach ja – er blutet uebrigens immer noch, oeberhalb und neben dem Auge, und nicht wenig. Die Cowboys laecheln, „tapen“ ihn zusammen und veruschen die Blutung zu stoppen. Vielleicht sollte ich erwaehnen, dass keiner mehr nuechtern war. Nicht einmal annaehernd. „Hald so schlimm“, sagen sie immer wieder. Dann verlangen sie nach Nadel und Faden, um Morgan zu naehen. Ohne Scheiss jetzt –  die wollten den wirklich in der Garage zusammen flicken! „Ich habe mich schon tausend Mal selbst genaeht! Und weit aus groesser Wunden als die!“, erklaert einer. „Ja – ich bin Ersthelfer, wir muessen nur die Haut etwas anziehen und … “ Danielle greift ein. Ein Maedel das noch keine 5 Minuten da ist wird zur Fahrerin auserkoren und der Nicht-Cowboy kommt 4 Stunden spaeter mit 9 Stichen zurueck. Ich schlafe im von mir persoenlich renovierten Haus und bleibe den ganzen Sonntag auf der Farm. Viele Bilder gibt es nicht, da ich keine Lust hatte die ganze Zeit auf meine Kamera Acht su geben – doch hier ein paar:



„Nadine Spezial“

23 07 2010

Mit der total ueberfuellten und vermuellten Lodge, die ein Cafe werden soll, habe ich so meine Startschwierigkeiten. Doch dazu naechste Woche mehr, da Freitag ist will ich mein Wochenende geniessen und nicht einmal ans Cafe denken, geschweige denn darueber schreiben ;o)

Hier ein „Nadine Spezial“ von gestern: Mir ist nach einem Feierabend Bier, also auf zu Darcy und Danielle. Auf dem Weg halte ich beim Beer-Store an, krame in meinem Rucksack, schnappe den Schluessel, druecke den Knof der das Auto rundheerum abschliesst, steige aus und schliesse die Tuer.  Nach dem Einkaufen, 6-Pack Budweiser plus Schokoriegel, stecke ich den Schluessel ins Tuerschloss und Zack! Krache ihn ab! Ye Haa! Beim genaueren Betrachten stelle ich fest, dass ich versucht habe das Auto mit meinem Trailerschluessel aufzuschliesen. Doch wenn das in meiner Hand mein Trailerschluessel ist (oder besser gesagt war), wo ist dann mein Autoschluessel? Noch mal Ye Haa! Denn der Autoschluessel steckt im Zuendschloss und das Auto ist abgeschlossen weil ich den scheiss Knof in der Tuerkonsole gedrueckt habe!!! Der Beer-Store steht mehr oder weniger mitten im Nirgendwo, alles was nuetzlich sein koennte (Geld, Handy, Telefon-Nummern, Zigaretten,…) ist samt Schluessel IM Auto … Ich setzt mich erst einmal auf eine Bank, oeffne ein Bud und esse meinen Schokoriegel.

Mir bleibt nichts anderes uebrig, ich schnappe meinen 5-Pack und fange an zu laufen. Trampen funktioniert nicht wirklich, bei allen vier Autos die an mir vorbei fahren sitzen Frauen am Steuer und die haben in Anbetracht von mir, Daumen der einen Hand hoch und Bier in der anderen Hand, nur ein Kopfschuetteln uebrig. Aber was sind schon 4km Waldstrasse? Immerhin bin ich in Niagara on the Lake die ganze „Line 3“ gelaufen! Bei km 2 bunkere ich 4 Bierdosen im Gebuesch – ich weiss, hat ganz schoen lange gedauert bis ich auf die Idee gekommen bin. Es war eben einfach nicht mein Tag! Bei km 3 habe ich etwas Bammel, da ich an der Stelle vorbei muss an der normalerweise der Schwarzbaer sitzt. Doch ich habe Glueck und die Waldluft ist rein …

Darcy und Danielle haben schon Besuch von Jack, der eigentlich nur auf ein Bier vorbei schauen wollte. Als ich mit einer leeren und einer halbvollen Bierdose den Driveway hochschlendere wundern die sich natuerlich alle wo mein Auto ist. Und natuerlich schmeissen sie sich weg als ich die peinliche Geschichte erzaehle. Darcy baut kurz einen „Slim-Jack“ (flache Metall-Leiste mit rausgeflexter Kerbe). Darcy, Jack und „Slim-Jack“ machen sich auf den Weg um „mein“ Auto zu klauen.Ich bleibe bei Danielle und warte … und warte … und warte … Nach einer halben Stunde bekomme ich schon fast die Kriese, weil ich davon ausgehe, dass die beiden das Auto nicht aufbekommen und ich meinen Boss Jim anrufen muss, damit er der Ersatzschluessel bringt.

Doch nach 40 Minuten tauchen Darcy und Jack endlich wieder auf – mit „meinem“ Auto. Warum das so lange gedauert hat? Das Auto war in nur 30 Sekunden auf, doch dann haben die Jungs den Weg nach dem Bier abgesucht, das ich zwischen gelagert habe. (Bier ist hier sehr teuer – ein 6 Pack Budweiser kostet knappe 15 Dollar) Und da sie es nicht gefunden haben sind sie noch mal zum Beer-Store zurueck gefahren um einzukaufen …

Jetzt musste ich nur noch Jim erklaeren wie ich den Trailer-Schluessel geschrottet habe …



Der Haken

20 07 2010

Mein neuster Jackpot hat einen Haken. Die ehemalige „Sauna Huette“ steht etwas abseits (so weit, dass ich mit dem Fahrrad zum Essen runter fahre) und es ist schon eine ganze Weile her, dass jemand darin gewohnt hat. Gestern, nach stundenlangem Spinnen einsaugen, schrubben, ausraeumen und umraeumen, bin ich eingezogen. Eigentlich war ich ganz zufrieden und fuehlte mich wohl, mit Riesen-Ameisen und Maeusen muss man „halb in der Wildniss“ eben leben …

Doch heute morgen habe ich meinen neuen Mitbewohner kennen gelernt: Eine Schlange. Es gibt einen abgesaegten, riesigen Baumstumpf und der ragt halb in die Huette und auf der Aussenseite halb heraus. Wie auch immer, ich sitze auf dem Bett, Stumpf genau in Blickrichtung und will kurz meinen Blog schreiben und Bilder hochladen. Dann sehe ich sie – eine „Garter Snake“ Schlange – schon halb aus dem Baumstumpf heraus gekrochen, mich anstarrend und zuengelnd, IN meiner Sauna Huette! Ich habe natuerlich geschrieen wie am Spiess und bin innerhalb eines Sekunden Bruchteils auf dem Bett gestanden. Barfuss! Doch die Schlange hat der Laerm nicht interessiert und da ich abseits bin hat mich niemand gehoert! Da sie noch weiter aus dem Stumpf kriechen wollte habe ich geschmissen was eben greifbar war, ein Buch. Daraufhin hat die Schlange keht gemacht und ist wieder in ihr Loch verschunden …

Mein Ziel Nummer eins war natuerlich: Raus aus der Blockhuette! Beim Rausgehen habe ich dann auch die Schlangenspuren entdeckt, die sich schoen ueber den frisch gewischten Lamitnatboden gezogen haben. Schoen bis in die Kueche, wieder zurueck, unterm Bett durch und wieder Richtung Stumpf. Juhuu – die Schlange war also vergangene Nacht auch da … Ich habe dann draussen auf der anderen Seite vom Stumpf gewartet und siehe da – da kuckt die Schlange raus! Hier das Beweisbild (der Kopf ist der kleinste Teil, in der Mitte ist das scheiss Viech viel mehr als Holzfaeller-Daumen dick!):

my roommate!

my roommate!

Spinnen und Riesen-Ameisen, okay. Mauese, nicht okay aber damit werde ich fertig. Schlangen? NO WAY! Wie soll ich schlafen, mit dem Wissen, dass ich meine Huette nachts mit einer (oder mehreren?) Schlangen teile???

Ich habe heute also schon wieder geputzt, diese Mal einen der gerade leer stehenden Trailer. Und ich bin zum dritten Mal innerhalb von drei Tagen umgezogen. In die Saunahuette gehe ich erst zurueck wenn der Stumpf weg ist und alle Loecher gestopft sind. Meine Schuhe stehen ab sofort ein Regalbrett hoeher, meine Gummistiefel checke ich sowieso schon jeden Morgen bevor ich reinsteige und meine Tueren sind ab sofort immer zu!

Das einzig Positive an diesem Tag: Ich drufte Jim’s Truck nehmen um umzuziehen ;o)

moving to the trailer with jim's truck ;o)

moving to the trailer with jim's truck ;o)

jim's truck

jim's truck



schon wieder: Jackpot!

17 07 2010

Jim und Sue haben eine „Lodge“ in Qualicum Bay (Alpaka Farm), die einst ein gut laufendes Restaurant war, direkt am Oceanview Highway und mit dem Meer auf der anderen Strassenseite. Sie planen schon lange ein Cafe daraus zu machen, haben jedoch zu viel um die Ohren um sich darum zu kouemmern.

Mein Plan war: Das Haus umgestalten und mit meinen „creativen & handwerklichen Faehigkeiten“ ueberzeugen, dann fragen ob sie mich nicht fuer Kohle einstellen wollen um ein Cafe aus der Lodge zu machen. Zwei Fliegen mit einer Klappe – ich brauche demnaechst einen Job fuer Cash und die brauchen jemanden der ihnen das Cafe abnimmt.Die haben noch nicht einmal eine Idee wie es aussehen koennte und in der Lodge steckt unglaublich viel Potenzial, auch wenn sie jetzt im Moment zum davon rennen aussieht. Ich habe schon jede Farbe und jedes Detail vor meinem Inneren Auge, plus unzaehlige von Ideen was man alles machen koennte.

Nach der Hausbesichtung am Dienstag habe ich meinen Vorschlag also mutig und tapfer unterbreitet: „Stellt mich ein!“ Jim war schon weg und Sue konnte nicht sofort entscheiden, doch sie wollte sich alles durch den Kopf gehen lassen, mit Jim sprechen und mir dann kommenden Montag Bescheid geben.

Doch schon heute kam von Sue eine Email: „We’re good to go!“ Ich hab den Job! Ich kann in die Sauna-Huette (so aehnlich wie meine alte Cabin) ziehen und spare somit an die 500 $ Miete, die ich fuer ein winziges WG Zimmer auf der Insel mindestens haette loehnen muessen. Ich bekomme all-inklusive und spare somit pro Woche mindestens an die 80$ fuer Lebensmitteln (exklusive Bier und anderer Genussmittel). Ich kann weiterhin den Pontiac nehmen und werde dann auch noch fuer meine Arbeit bezahlt! Kein Rekordlohn, doch mehr als ich mit Teller waschen verdienen wuerde und ich muss nicht kellnern gehen! Ich muss keine Wohnung suchen, werde „bekocht“, kann mir mit dem Auto kaufen Zeit lassen und dann auch einen Job machen der mir Spass macht! UND: Ich kann auf der Insel bleiben! Fuer wie lange? Keine Ahnung … das Cafe-Project ist um einiges groesser wie das Haus … 😮

Vom wwoofer zum „Interiour-Designer“ – ich wuerde mal sagen das ist ein weiterer JACKPOT!